Kurzfristige Geldanlagen

Kurzfristige Geldanlagen

Vermögen

Vermögensbildung mit kurzfristigen Geldanlagen 
Anleger investieren einen Teil ihres Vermögens häufig in kurzfristige Geldanlagen wie zum Beispiel Tagesgeld oder Festgeld. Die damit verbundene Flexibilität spielt dabei eine große Rolle. Das Geld bleibt für unerwartete, kurzfristige Ausgaben erhalten. Das gilt auch für Unternehmen, die ihre Liquidität sichern möchten. Vor allem kleinere und jüngere Unternehmen haben häufig nicht die Option, langfristig zu planen und gleichzeitig stets zahlungsfähig zu sein, sollte ein spontaner Posten auftauchen. 

Was sind die wichtigsten Gründe für kurzfristige Geldanlagen? 
Die Gründe, warum Kapital in kurzfristige Anlagen investiert werden soll, können verschieden sein. Der wohl wichtigste Faktor ist die Flexibilität, die damit einhergeht. Das angelegte Geld bleibt frei verfügbar. Somit muss für unerwartete Ausgaben kein Kredit aufgenommen werden. 

 

Ein weiterer Grund ist die schnelllebige Finanzwelt. In einen überhitzten Finanzmarkt einzusteigen, ist wenig sinnvoll. Besser ist es, auf niedrigere Einstiegspreise zu warten. Zwischenzeitlich kann das Geld beispielsweise auf einem Tagesgeldkonto abgelegt werden. Mit dieser flexiblen Geldanlage bleibt es zwar weiterhin täglich verfügbar ist, generiert aber dennoch Zinseinnahmen.  

Welche Geldanlagen gelten als „kurzfristig“? 
Im Allgemeinen werden Geldanlagen mit einem Zeithorizont von bis zu zwei Jahren als „kurzfristig“ bezeichnet. In einigen Fällen wird der maximale Anlagezeitraum aber auch auf 12 Monate begrenzt. Zu den bekanntesten kurzfristigen Anlageformen zählen: 

 

  • Tagesgeld 

  • Festgeld (mit geringer Laufzeit) 

  • Daytrading 

  • Immobilien-Crowdinvesting 

 

Überdies fallen Wertpapiere und Fonds in diesen Bereich, wenn diese sich innerhalb des genannten Zeitrahmens verkaufen lassen. 

 

  • Tagesgeld 

  • Die klassische Form der kurzfristigen Geldanlage bildet das Tagesgeld. Der Anleger kann über sein Geld täglich verfügen und ist somit sehr flexibel. Aufgrund der aktuellen Niedrigzinspolitik fallen die Zinsen von Tagesgeldkonten allerdings sehr gering aus. Wie aus dem privaten Bereich bekannt, gibt es auch für Unternehmen die Möglichkeit, Sparkonten zu nutzen. Die Zinsen fallen im Vergleich zum Tagesgeldkonto dort aber noch niedriger aus, sodass es diesem in puncto Rentabilität und Liquidität deutlich unterlegen ist. 

     

    Wo es die besten Zinsen gibt, lässt sich mit einem Online-Vergleich ermitteln. Dieser listet die Konditionen der verschiedenen Anbieter übersichtlich auf. Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist einfach und zumeist aus dem Vergleich heraus möglich. Wer sich für einen Anbieter entschieden hat, gelangt über einen entsprechenden Button zur Bank und kann dort den Antrag für die Kontoeröffnung ausfüllen. Anschließend übermittelt die Bank per Post alle notwendigen Unterlagen, die vom Antragsteller auszufüllen und unterschrieben zurückzusenden sind. Nach der Feststellung seiner Identität mittels Post- oder Videoident-Verfahren erhält der Kunde von der Bank die Zugangsdaten für sein Tagesgeldkonto. 

     

  • Festgeld 

  • Frei verfügbares Kapital lässt sich alternativ auf einem Festgeldkonto mit einer kurzen Laufzeit anlegen. Zu beachten ist, dass das Geld in dieser Zeit (zum Beispiel ein Jahr) nicht abrufbar ist. 

    Info: Tagesgeld und Festgeld haben gegenüber anderen kurzfristigen Geldanlagen einen großen Vorteil. Das angelegte Kapital ist durch die gesetzliche Einlagensicherung mit bis zu 100.000 Euro abgesichert. 

     

  • Immobilien-Crowdinvesting 

  • Eine weitere Möglichkeit, die sich in den letzten Jahren etabliert hat, ist das sogenannte Crowdinvesting. Dieses eignet sich als kurz- und mittelfristige Geldanlage und bietet dem Sparer die Möglichkeit, mit geringen Einlagen bis zu acht Prozent Rendite zu erzielen. Beim Immobilien-Crowdinvesting beteiligt sich der Anleger an bestimmten Immobilienprojekten. Der Zeithorizont kann je nach Projekt bei einem bis drei Jahren liegen. 

    Crowdinvesting in Immobilien dient somit einerseits dafür, Geld kurzfristig anzulegen. Zum anderen bietet es die Möglichkeit, relativ hohe Renditen zu erzielen und Vermögen aufzubauen. Im Vergleich zum Tagesgeld ist die Verfügbarkeit des Geldes allerdings beschränkt. Sie ergibt sich aus dem jeweiligen Anlagezeitraum des Projektes, für das sich der Anleger entscheidet. Für diese Anlageform spricht neben der höheren Verzinsung, dass keine zusätzlichen Kosten oder Gebühren die Rendite schmälern. 

    Fazit: Kurzfristige Geldanlagen mit Bedacht auswählen 

    Wer einen Teil seines Kapitals kurzfristig anlegen möchte, kann sich zunächst für klassische Anlageformen wie Tagesgeld oder Festgeld entscheiden. 

    Anleger nutzen Tagesgeldkonten häufig zum kurzzeitigen, sicheren „Parken“ in heißen Börsenphasen. Der größte Vorteil des Tagesgeldes ist die hohe Flexibilität. Es gibt keine Laufzeiten. Das angelegte Geld ist jederzeit verfügbar und kann beispielsweise auch für kurzfristige Anschaffungen genutzt werden. 

    Eine weitere klassische Anlageform ist das Festgeldkonto. Hierbei gilt: Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite. Aber auch kurze Laufzeiten zwischen einem und zwei Jahren sind möglich. Im Gegensatz zum Tagesgeldkonto ist das auf einem Festgeldkonto angelegte Geld innerhalb der gewählten Laufzeit allerdings nicht frei verfügbar.  

    Zwar ist die Verzinsung bei Tagesgeld und Festgeld recht niedrig. Dennoch lohnt sich ein Angebotsvergleich. Einige Angebote ermöglichen einen Inflationsausgleich oder bringen sogar etwas zusätzliche Rendite. 

    Höhere Renditen lassen sich mit dem kurzfristigen Kauf- und Verkauf von Aktien, Fonds und anderen Wertpapieren erzielen. Dies setzt jedoch viel Expertise und Erfahrung voraus und ist mit hohen Risiken verbunden. Eine Anlagemöglichkeit, die mit deutlich geringeren Risiken einhergeht, ist das Immobilien-Crowdinvesting. Gleichzeitig sind die Renditechancen mit vier bis acht Prozent deutlich höher als bei allen übrigen Anlageformen. 

     

     

     

     

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