RSD Reise-Service Deutschland2 erfahrungen
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Müll, Plastik, Flaschen und auch alter Sperrmüll lagen herum. Natürlich kann ein Veranstalter nicht jeden öffentlichen Weg reinigen, aber wenn ein Gebiet als Urlaubsort beworben wird, sollte man solche Zustände zumindest nicht schönreden. Der Ausflug nach Lindos war zunächst angenehm. Unser griechischer Begleiter konnte gut erzählen und hatte ein paar interessante Informationen über die Insel und die Geschichte. An der Akropolis sollten wir dann allerdings allein losziehen. Das kann man machen, nur bei einer Reise, die mit Kultur und Begleitung wirbt, hatte ich etwas mehr Führung erwartet. Der Tag in der Altstadt von Rhodos war besser organisiert und insgesamt in Ordnung. Die problematischste Seite der Reise waren für uns die Verkaufsstopps. Eine Teppichknüpferei wurde als traditionelles Handwerk angekündigt, am Ende war es vor allem eine lange Verkaufssituation. Nach der Vorführung standen mehrere Verkäufer bei einzelnen Teilnehmern, und die Gespräche wurden teilweise ziemlich hartnäckig. In Schmuck- und Lederläden lief es ähnlich. Wer nichts kaufen wollte, merkte recht schnell, dass die Freundlichkeit nachließ. Der angebotene Tee war offenbar nur Teil des Verkaufsprogramms. Auch die Preisgestaltung wirkte seltsam: Erst wurden hohe Summen genannt, später waren plötzlich große Nachlässe möglich. Das Vertrauen wird dadurch nicht gerade größer. Die Rückfahrt nach Rhodos wurde von der Reiseleitung sehr positiv angekündigt. Es war von hochwertigen Hotels, Strandlage und langen Spaziergängen am Meer die Rede. Umso größer war der Unterschied beim zweiten Hotel. Unser erstes Zimmer machte einen deutlich abgewohnten Eindruck. Lampenschirme waren beschädigt, Schranktüren schlossen kaum, Armaturen wirkten verschmutzt und einige Steckdosen waren nicht ordentlich abgedeckt. Die Tagesdecke sah ebenfalls nicht frisch aus. Wir haben am nächsten Morgen um ein anderes Zimmer gebeten und bekamen auch eines, allerdings war der Unterschied eher klein. Positiv war immerhin, dass die Rezeption die Beschwerde nicht komplett abgewimmelt hat. Trotzdem hätte man bei einem angeblichen Fünf-Sterne-Haus etwas anderes erwartet. Auch die Außenanlage und der Zugang zum Strand entsprachen nicht dem Bild aus dem Prospekt. Mehrere Zugänge waren gesperrt, und an vielen Stellen lag viel Seegras, sodass man nur weiter entfernt ins Wasser kam. Dazu kam wieder Müll am Strand. Ich reise seit vielen Jahren und erwarte im Ausland keinen deutschen Perfektionsstandard. Drei Sterne können völlig okay sein, wenn alles ehrlich beschrieben und sauber ist. Hier lagen Werbung, Hotelzustand und Realität aber zu weit auseinander. Nach der Rückmeldung kam ein Gutschein über 25 Euro pro Person. Das ist besser als gar keine Antwort, aber für die Summe und die Menge der Probleme eher symbolisch. Ein bisschen schade, denn die Insel selbst und einzelne Ausflüge hatten durchaus ihren Reiz.
Schon im Bus war die Stimmung vorbei
Eigentlich fing es harmlos an. Meine Frau hatte die Reiseanzeige im Deutschen Ingenieurblatt entdeckt, und weil mein Mann seit Jahren Mitglied der Ingenieurkammer NRW ist, gingen wir davon aus, dass das Angebot zumindest ordentlich geprüft oder seriös ausgewählt worden war. Es ging um die Balkanreise vom 8. bis 15. Juni. Wir hatten keine Luxusreise erwartet, wirklich nicht. Aber ein normal organisierter Urlaub mit respektvollem Umgang wäre schon schön gewesen. Genau daran hat es aus unserer Sicht gefehlt. Der entscheidende Moment kam direkt nach der Ankunft in Skopje. Wir saßen gerade erst im Bus, der Motor lief noch nicht einmal richtig, da sagte mein Mann leise zwei Worte zu mir. Nicht laut, nicht störend, einfach eine kurze Bemerkung. Der Reiseleiter reagierte sofort scharf und sagte uns, wir sollten still sein. Danach nahm er das Mikrofon und erklärte vor allen ungefähr 40 bis 50 Leuten, dass in den vorderen Reihen bis zur Busmitte niemand reden dürfe, sobald er spreche. Das war unangenehm. Vor allem, weil daraus eine lange Ansage wurde, vielleicht zehn oder fünfzehn Minuten. Es ging um Sitzplätze, Ruhezeiten, Regeln und darum, dass man sich bei Gesprächen nach hinten setzen solle. Wir haben nachgefragt, ob wir auf einer Reise oder in einem Schulungsraum seien. Die Antwort war sinngemäß, das seien die Regeln und man müsse sie akzeptieren. Er bezeichnete die Fahrt mehrfach als Bildungsreise und nicht als Urlaub. Das mag seine Ansicht sein, aber der Ton war für uns der eigentliche Punkt. Streng ist das eine, herablassend etwas anderes. Überraschend war leider, dass es kein einmaliger Ausrutscher blieb. Auch bei anderen Gästen wurde der Reiseleiter später laut, wenn ihm etwas nicht passte. Wir saßen deshalb die restliche Woche lieber weiter hinten und hielten uns zurück. Am letzten Tag wurde es dann noch seltsamer. Es wurden Bewertungszettel verteilt, gleichzeitig hielt der Reiseleiter mehrere Reden über seine angeblich besonders guten Bewertungen. Er sagte wiederholt, dass er normalerweise die Bestnote bekomme. Danach kamen Bemerkungen über Reisende, die angeblich selbst Probleme hätten oder Ärger suchten. Außerdem wurde ein Rabatt für eine nächste Reise erwähnt, wenn man gut bewerte. Das hinterlässt keinen guten Eindruck, denn eine Bewertung sollte freiwillig und ohne solche Hinweise entstehen. Dazu kamen die Verkaufsstopps. An drei Tagen wurden wir zu Teppich-, Gold- und Ledergeschäften gefahren. Es waren keine kurzen freiwilligen Hinweise, sondern feste Programmpunkte, die viel Zeit gekostet haben. Man konnte praktisch nicht entscheiden, ob man mitmöchte oder lieber etwas anderes macht. Gerade bei einer ohnehin sehr buslastigen Reise war das ärgerlich. Gefühlt saßen wir deutlich mehr als drei Viertel der Zeit im Bus. Wegen der Planung wurden Grenzen teils mehrfach überquert, was zusätzliche Stunden bedeutete. Die Hotels wirkten auf uns teilweise ungepflegt und recht einfach ausgestattet. Auch beim Essen war die Qualität eher schwach. Einzelne Orte waren durchaus interessant, daran lag es nicht. Aber Organisation, Unterkunft und Umgangston haben den positiven Eindruck fast komplett aufgezehrt. Wir sind viel gereist und kennen Gruppenreisen, deshalb vergleichen wir nicht mit einer perfekten Wunschvorstellung. Diese Reise würden wir dennoch nicht noch einmal buchen. Besonders enttäuschend ist, dass wir wegen der Anzeige im Ingenieurblatt bewusst Vertrauen in den Anbieter hatten. Genau dieses Vertrauen ist nach dieser Woche weg.
Über RSD Reise-Service Deutschland
RSD Reise-Service Deutschland ist ein deutscher Reiseveranstalter, der Pauschalreisen mit Schwerpunkt auf Rund-, Kultur- und Erlebnisreisen anbietet. Die Programme führen zu Reisezielen in Europa und weiteren Regionen und richten sich an Privatreisende. Je nach Angebot bündeln sie unter anderem An- und Abreise, Unterbringung, Transfers, Ausflüge und Reiseleitung. Der Vertrieb erfolgt vorwiegend direkt sowie über Kooperationen mit Medien und anderen Partnern. Das Unternehmen gehört zur RSD-Gruppe, die Reiseangebote in mehreren europäischen Märkten vertreibt.
Diese Angaben beruhen auf öffentlich verfügbaren Informationen und dienen ausschließlich der Orientierung.
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Kategorien RSD Reise-Service Deutschland
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Letzte Aktualisierung: September 2026
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