Nu Skin2 erfahrungen
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Am Ende war ich halbwegs zufrieden, aber ich musste mich erst durch einiges durchbeißen. Ich fange gleich mit dem Fazit an, weil das für mich wichtig ist — das Team vor Ort kann echt nett und kompetent sein, die Firmenstruktur dagegen ist oft unnötig starr und etwas kurzsichtig. Ich sitze noch ein bisschen in dem Gedankenkreis, weil manche Sachen richtig gut liefen und andere Dinge mich echt genervt haben. Kurzer Rückblick: bei anderen Firmen, mit denen ich gearbeitet habe, war die Balance oft besser — hier kippt sie manchmal zu sehr in Richtung Zahlen um jeden Preis, das merkt man.
Warum zufrieden? Weil Alltagssachen meist reibungslos gehen: Urlaub beantragen, kurzfristig Überstunden abbauen oder mal vormittags zum Arzt zu gehen — das geht überraschend problemlos, und Nacharbeits-Mails sind die Ausnahme, nicht die Regel. Viele Kolleginnen und Kollegen sind nett, die Distributoren schätzen, dass man sie wirklich weiterbringt, und Kickoff-Events sowie Incentive-Trips sind tatsächlich Highlights — man sieht was von der Welt und es macht Spaß. Das fühlt sich authentisch an, nicht nur Show.
Warum genervt? Weil es obenrum oft ungünstig geführt wird. Es gibt kein richtiges Vorschlagswesen, das ist einfach nicht da, und Entscheidungen aus der Europazentrale landen häufig als Einheitslösung in allen Ländern — ohne Anpassung an lokale Gegebenheiten. Dann denkst du dir: na klar, das klappt so in Markt X nicht. Marketingideen wirken manchmal fernab der Realität der Distributoren, Updates kommen zu spät oder gar nicht, Preislisten sind veraltet, eine groß angekündigte App hat bei mir nicht funktioniert — das alles zehrt. Außerdem sehe ich, dass Leute, die Vorgaben strikt umsetzen, öfter belohnt werden, auch wenn ihr Umgang mit Kolleginnen und Kollegen fragwürdig ist. Das erzeugt Frust.
Es gibt eine merkwürdige Dynamik: Eigeninitiative wirkt leicht wie Ausreißen aus der Reihe — nicht unbedingt erwünscht. Wer 120% gibt, kann belohnt werden, muss es aber nicht; wer seine Arbeit in 40 Stunden schafft, wird auch nicht abgestraft. Das ist fair und wieder nicht. Manche Führungskräfte benehmen sich eher alpha-männisch oder zickig, je nachdem, mit wem sie sich gut stellen. Als Frau fällt einem das auf, weil der Aufstieg eh schon holprig ist, und da ist so ein Verhalten ärgerlich.
Trotzdem: Das Produktportfolio ist breit und abwechslungsreich, die Branche bleibt spannend, und die Arbeit mit Distributoren macht wirklich Freude. Man merkt, dass gute Dinge passieren, wenn die richtigen Leute vor Ort Verantwortung übernehmen. Ich war anfangs skeptisch, hab auch mit negativen Erfahrungen gerechnet, aber oft hat sich das Bild versöhnt — nicht perfekt, aber brauchbar. Wenn die Zentrale ein bisschen mehr zuhört und interne Kommunikation verbessert wird, wäre das eine deutliche Verbesserung. Bis dahin: solide mittlere Leistung mit echten Lichtblicken.Überraschend besser als gedacht
die Produkte. Die sind wirklich durchdacht, es steckt Forschung dahinter. Wenn man etwas vor Kundinnen oder Kollegen vorstellt, muss man sich nicht schämen, weil es solide ist. Das nimmt eine Menge Druck raus.
Kleines Team heißt tatsächlich: Konflikte kommen schneller hoch. Aber das Unternehmen arbeitet aktiv daran, dass das Klima fair bleibt. Es gibt regelmäßiges Feedback, nicht nur einmal im Jahr, und man kann auch ordentlich mitreden. Diese Gespräche haben mir persönlich geholfen, meine Performance zu ordnen und auch mal Luft zu holen. In früheren Jobs (bei einer größeren Agentur) habe ich oft das Gefühl gehabt, dass Feedback bloß Formsache ist — hier ist es ehrlicher, direkt, manchmal auch unbequem, aber nützlich.
Die Arbeitsbelastung ist ein Punkt, den man nicht ignorieren darf. Es ist häufig viel zu tun, weil zu wenige Leute zu viele Aufgaben stemmen. Vor allem im Marketing merkt man das. Trotzdem ist Freiheit da: Jeder kann im Rahmen entscheiden, wann Feierabend ist. Das wird gelebt, nicht nur auf dem Papier. Wochenendeinsätze kommen vor — Events, Reisen — und ja, das kann anstrengend sein. Aber in den meisten Fällen gibt es Ausgleichstage. Für mich war das fair geregelt.
Flexibilität ist sonst ein Plus. Arzttermin? Kein Thema, solange die Arbeit läuft. Homeoffice wird viel genutzt, was für mich super ist. Aber das hat auch Nachteile: Bindungen zwischen den Teams leiden, man verliert schnell das Gefühl von „wir sitzen alle im selben Boot“. Das wird zwar angesprochen, aber ist noch nicht ganz gelöst. Kommunikation zwischen Abteilungen könnte flinker sein; Infos kommen manchmal verspätet an, das bremst Prozesse.
Weiterbildung ist ein echter Vorteil. LinkedIn Learning ist verfügbar, und es gibt ein internes Tool mit Lerninhalten auf Englisch. Dazu ab und zu Workshops, etwa zu Mental Wellbeing. Das schätze ich sehr — nicht nur Pflichtprogramm, sondern echte Unterstützung. Intern kann man sich auch auf andere Stellen oder Länder bewerben. Das macht das Ganze zu einem Ort, wo man wachsen kann.
Geldmäßig ist es in Ordnung bis gut. Das Gehalt passt, es gibt Luft nach oben, und Boni je nach Performance sind möglich. Fahrtkostenzuschuss und ein Zuschuss fürs Internet im Homeoffice sind auch da. Betriebliche Altersvorsorge wird angeboten. Kleine Dinge wie die Möglichkeit, Produkte selbst zu nutzen, finde ich angenehm. Es macht das Verkaufen authentischer.
Umweltbewusstsein ist kein leeres Wort. Viele Verpackungen werden auf recycelte Materialien umgestellt und die Produktion nachhaltiger gemacht. Beim Versand muss noch nachgelegt, das ist in Arbeit. Soziale Verantwortung ist deutlich: Es gibt Projekte wie ELA und feste Ehrenamtstage, an denen weltweit mitgemacht wird. Das fühlt sich gut an und man merkt, dass das Unternehmen nicht nur auf Profit schaut.
Der Zusammenhalt hängt stark von den Menschen ab. Manche Teams sind richtig eng, andere weniger — vielleicht wegen Homeoffice. Langjährige Kolleginnen und Kollegen werden gewürdigt, ältere Teammitglieder bekommen Respekt und Rücksicht. Technisch kriegt man alles, was man braucht, auch fürs Homeoffice. Was stört: Im Büro ist es manchmal laut.
Insgesamt bin ich froh, dass ich die Chance ergriffen habe. Die Anfangsskepsis hat sich größtenteils gelegt. Ich bin dankbar für die Möglichkeiten zur Weiterbildung, für die Offenheit im Feedback und für den Fakt, dass man mit den Produkten hinter dem stehen kann, was man verkauft. Klar, es gibt Baustellen — Kommunikation, Versandverpackung, Personaldecke — aber das sind Themen, an denen gearbeitet wird. Für mich überwiegen die Chancen, und ich bin froh, hier zu sein.
Über Nu Skin
Nu Skin Enterprises ist ein Direktvertriebsunternehmen für Kosmetik- und Körperpflegeprodukte sowie Nahrungsergänzungsmittel. Das Sortiment umfasst unter anderem Hautpflege, Make-up, Produkte für Haarpflege und Wellness. Die Marke richtet sich an Endkundinnen und Endkunden und arbeitet mit selbstständigen Vertriebspartnern im Multi-Level-Marketing. Nu Skin ist als Nu Skin Enterprises, Inc. organisiert und betreibt zudem die Marke Pharmanex für Nahrungsergänzungsmittel.
Diese Angaben beruhen auf öffentlich verfügbaren Informationen und dienen ausschließlich der Orientierung.
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Letzte Aktualisierung: Juni 2026
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