Hofmeister2 erfahrungen
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Ich würde die Stelle so nicht noch einmal nehmen. Ich bin reingegangen, weil ich gerade umgezogen war und dringend einen stabilen Job brauchte (und ja, ich hatte Probleme mit meinem Rücken, dachte die höhenverstellbaren Tische wären ein Plus) — aber die Realität war ernüchternd. Die Aufgaben an sich waren spannend, das hat mir sogar Spaß gemacht, aber alles andere hat das schnell kaputtgemacht.
Warum? Erstens: Wertschätzung gab es fast nur nach Leistungsexplosionen. Also, du hängst dich rein, gibst Energie, und erst wenn du völlig fertig bist, heißt es „gut gemacht, aber…“ — dieses „aber“ hat oft mehr gewogen als das Lob. Das demotiviert. Zweitens: Es gibt dauernden Druck, nicht das motivierende Ziel-Getriebe, sondern dieses permanente Gefühl, du müsstest noch mehr leisten, sonst bist du Schuld, wenn etwas nicht passt. Kollegen wurden gegeneinander ausgespielt, das merkt man langsam, aber sicher (und das zerstört das Teamgefühl).
Drittens: Versprochene Benefits kamen kaum an — VWL? Fehlanzeige. Gewinnbeteiligung? Nie gesehen. Weihnachts- oder Urlaubsgeld? Ebenfalls nicht. Für jemanden, der neu anfängt und auf Extras gehofft hat, ist das frustrierend. Vierte Sache: Weiterbildung war eher ein Witz. YouTube-Videos wurden als „Maßnahme“ abgerechnet, aber es gab keine Zeit dafür im Arbeitsalltag. Wenn du lernen sollst, gibst du die Zeit — nicht nur Links.
Dann das Büro: Höhenverstellbare Tische sind super, aber das ganze Sales-Team saß in einem Raum, kein ruhiger Rückzugsort für konzentriertes Arbeiten — das stört den Workflow massiv. Kleine Dinge, große Wirkung: Keine getrennten Toiletten, und ja, zum Zeitpunkt meiner Zeit stand der Geschirrspüler auf der Toilette (wirklich). Meetings liefen oft vier Stunden ohne Ergebnis — statt klare Prioritäten gibt’s lange Talks, die nur Energie kosten. Apropos Prioritäten: Die änderten sich stündlich. Projekte wurden angefangen, selten zu Ende gebracht, und so wurden selbst die spannendsten Aufgaben irgendwann langweilig.
Positiv: Die Teamkollegen untereinander waren super, haben sich gegenseitig aufgefangen, manchmal bis zum Schluss. Das macht’s erträglicher. Führungsebene? Eher von oben herab, persönlicher Ton in Feedbackgesprächen, oft vorwurfsvoll — ja, es flossen Tränen. Das darf nicht sein.
Fazit: Für mich war das Gesamtpaket enttäuschend — gute Inhalte, schlechtes Management. Wer Erfahrungen im Vertrieb sammeln will und robust genug ist, mit hohem Druck und wenig Support umzugehen, kann es versuchen. Wer Wert auf echte Wertschätzung, transparente Benefits und strukturiertes Arbeiten legt, sollte weiter suchen. Ich bin ehrlich enttäuscht, aber auch froh, dass ich die Zeit dort genutzt habe, um zu lernen, was ich künftig vermeiden will.Kaffeemaschine, Kramkram und klare Kante
hier stimmt was – nicht perfekt, aber irgendwie echt. Die Aufgaben werden so verteilt, dass man das tun kann, was man gut kann oder zumindest gern macht. Das klingt banal, ist es aber nicht: ich hab schon in Firmen gearbeitet, wo jeder alles durcheinander machte und niemand wirklich stolz war. Hier dagegen kriegt man öfter mal so ein kleines „Ja, das habe ich gut hinbekommen“-Gefühl. Und das wirkt ansteckend. Das eine Detail, das mir besonders auffällt: die Chefs schauen sich an, wer welche Stärke hat, und versuchen dann, die Arbeit danach zu verteilen. Klingt simpel, ist aber super selten – und das merkt man im Tagesablauf.
Die Stimmung ist locker, man lacht viel (auch über banale Sachen), und die Führungskräfte nehmen sich echt Zeit, wenn etwas hakt. Nicht dieses „ich hab keine Zeit“-Gerede, sondern richtige Gespräche, die schnell Lösungen bringen. In den wöchentlichen Meetings wird geschaut, ob jemand überfordert ist – das finde ich klasse, weil Überstunden hier keine Selbstverständlichkeit sind. Wenn man seine Arbeit gut organisiert, bleibt genug Luft zum Durchatmen.
Natürlich: nicht alles ist rosig. Das Gebäude sieht noch aus wie aus der letzten Dekade und die aufwändige, nachhaltige Sanierung steht zwar auf dem Plan (2025!), aber das liegt am Eigentümer und daran kann die Firma nicht rütteln. Kleine Ablenkung: die Papierhandtücher sind abgeschafft worden – dafür gibt’s Stoffhandtücher für alle. Finde ich prima, spart Müll und nervige Nachbestellungen. Solche kleinen Maßnahmen zeigen, dass Nachhaltigkeit hier nicht nur ein Wort an der Wand ist.
Fortbildungen werden gefördert, aber man muss auch selbst aktiv werden – niemand reicht dir automatisch Kurse in den Schoß. Aktuell ist KI ein Gesprächsthema, was spannend ist (und ja, wir tüfteln dran). Das Gehalt ist fair für ein familiäres Unternehmen; wer unbedingt viel Kohle im Großkonzern machen will, ist hier vielleicht falsch, aber wer Wert auf Team, Sinn und Verlässlichkeit legt, kann sich hier sehr wohlfühlen.
Ein kleiner, persönlicher Punkt: mich nerven manche negativen Bewertungen ehemaliger Leute – oft überzogen. Aber das sollte man nicht überbewerten; besser selbst reinhören und die Leute hier treffen. Das Team passt gut zusammen, Unterschiede in Alter spürt man kaum, und das gemeinsame Kochen mit Partnern war ein echtes Highlight (Viani-Event – hat Spaß gemacht). Fehlerkultur ist pragmatisch: nicht schuldzuweisend, sondern lernen und weitermachen.
Kurz gesagt: kein Multimillionen-Konzern, aber ein Ort, wo man ernst genommen wird, wo man was lernt und wo man abends ziemlich oft zufrieden nach Hause fährt. Mein Tipp: schaut euch das Team an, nicht nur die Stellenanzeige – das sagt mehr.
Über Hofmeister
Hofmeister ist ein Online-Shop im deutschsprachigen Raum. Das Unternehmen verkauft Konsumgüter über das Internet und richtet sich an private Endkundinnen und Endkunden, die Produkte online bestellen. Der Webshop dient als Vertriebskanal für ein wechselndes Sortiment aus typischen E‑Commerce-Kategorien und umfasst die Abwicklung von Bestellungen sowie den Versand an Kundschaft.
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Letzte Aktualisierung: Juni 2026
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