Alle Erfahrungsberichte von Ralf Schw
Review Über: Hoch Der Isar
Projekt „Hoch der Isar“ - einmal Becken/Epple und nie wieder ...
Wir hatten uns für das Projekt „Hoch der Isar“ entschieden, da uns die Aussagen von Becken „Perfekte Handwerkskunst“, „hochwertige Materialien“ sowie „Interieur in Vollendung“ das Gefühl gaben, dass hier was sehr Exquisites entsteht. In der Baubeschreibung wurde aufgeführt, dass hier nach „erhöhtem Schallschutz nach VDI 4100:2007 Schallschutzstufe II“ gebaut wird und wir so in einen ruhigen Neubau investieren. Auf dem Richtfest gab Herr Dieter Becken den Eigentümern zudem das Versprechen „sie werden ihre Nachbarn nicht hören“. Alles nur ein Claim, weiter unten im Detail.
... Bereits nach dem Notartermin gingen die ersten negativen Erfahrungen los: Übermittlung von falschen Plänen, Widersprüchliche Aussagen zu den Sonderwünschen.
... Termin zu Vorbegehung (mit einem eigenen Baugutachter) waren etliche Arbeiten noch nicht fertiggestellt. Es fehlten z.B. Trockenbauwände sowie unsere 2 Glasschiebetüren. Vom Bauträger wurde uns schriftlich zugesichert, dass wir zur Wohnungsübergabe eine fertiggestellte Wohnung übergeben bekommen.
... Vor dem Termin der Wohnungsübergabe wurden wir von Seiten des Bauträgers gebeten die letzten vertraglichen Raten zu begleichen, da uns ansonsten kein Wohnungsschlüssel übergeben wird. Wir haben also die offenen Raten beglichen, ohne zu wissen, ob die Wohnung tatsächlich fertiggestellt wurde.
... Am Tag der Wohnungsübergabe betraten wir zusammen mit unserem Baugutachter eine Wohnung im halbfertigen Zustand. Die Trockenbauwände waren immer noch nicht fertig und die Glasschiebetüren waren nur teilweise eingebaut und zudem in einer falschen Ausführung.
... In den nächsten 4 Wochen mussten deshalb vom Bauträger noch eine wellige Wand gerade gespachtelt werden sowie die fehlenden Trockenbauwände inkl. der Glasschiebetüren eingebaut werden. Zudem verlief der Parkett-Fliesen-Übergang zum Bad nicht unter der Schiebetür, sondern vollzog sich 2 cm im Bad. Etliche Parkettdielen waren defekt und mussten ausgetauscht werden, da das Parkett schon ein Jahr zuvor verlegt wurde, zu einem Zeitpunkt, wo der Trockenbau noch nicht einmal fertig war.
... Allerdings war auch nach der 2. Wohnungsübergabe unsere Wohnung immer noch nicht komplett fertiggestellt, so dass wir weitere 3 Monate in einer Baustelle leben mussten und ständig Lärm und Schmutz ausgesetzt waren. Zur Beaufsichtigung der Handwerker haben wir noch viele Stunden unserer Freizeit aufgewendet (ca. 200 Personen-Stunden).
Bei den Reparaturen/Austausch wurde oftmals was anderes beschädigt, so dass ein neuer Handwerkerbesuch erforderlich wurde. Die Glasschiebetüren wurden z.B. 2 x ausgetauscht. Unser eigener Parkettleger wurde beauftragt, 2 Überzähne sowie mangelhaft verklebte Dielen auszubessern, da der Parkettleger des Bauträgers das nicht schaffte. 5 Fenster hatten Kratzer und wurden nachträglich ausgetauscht. Die weißen Fensterrahmen waren verschmutzt und teilweise gekratzt, dass diese nochmals nachbearbeitet werden mussten und somit nicht sehr neuwertig aussehen. Einige Wände wurden z.B. 5 x gestrichen, da die Handwerker durch ihre etlichen Nacharbeiten diese jeweils beschädigt hatten.
... Aktuell nach einem gutem Jahr in der Wohnung lässt die Gewährleistung auch sehr zu wünschen übrig.
... Thema Schallschutz
Wir hören das zuschlagen der Türen sowie die Türklingel der Nachbarwohnungen. Wenn unser Nachbar in der gemeinsamen Wand einen Stecker ein- bzw. aussteckt, hören wir dies. Die Fallrohre werden stark wahrgenommen. Dies wird auch von anderen Hausbewohnern bemängelt.
... Fazit: unter „Perfekte Handwerkskunst“, „hochwertige Materialien“ sowie „Interieur in Vollendung“ verstanden wir etwas anderes. Kein Wunder, wenn ein Generalunternehmer und eine Kette von Subunternehmern tätig sind, ohne gescheiter Projektleitung.