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    03-08-2018

    Hello, hola und ni hao

    Sie kommen gerade wunderbar erholt aus dem Urlaub zurück und haben unter der spanischen Sonne Farbe getankt. Und dass „Sonne“ auf Spanisch „sol“ heißt, wissen Sie noch. Aber wie stellt man sich noch mal vor? Der nette Touristenführer hatte Ihnen doch einige Wörter beigebracht! Ansonsten lief die Verständigung ja hauptsächlich über teilweise wildes Gestikulieren mit Händen und Füßen. Dabei klang Spanisch auch so schön. Wenn Sie diese Sprache hören, bekommen Sie immer gleich ein Urlaubsgefühl. Sie überlegen, ob Sie einen Sprachkurs belegen sollten, um für den nächsten Urlaub besser vorbereitet zu sein. Außerdem sind Sprachkenntnisse auch für den Beruf hilfreich und kommen immer gut an. Aber Sie haben keine Lust, in einem stickigen Zimmer wie früher in der Schule ein Lehrbuch durchzuackern. Dabei gibt es doch inzwischen viele andere Möglichkeiten, wie Sie einfach und unkompliziert Fremdsprachen lernen können!

    Computer-Sprachkurse
    Von vielen Wörterbuchverlagen und anderen Anbietern gibt es Sprachkurs-Software für Windows und iOS. Dies ist relativ ähnlich zu den klassischen Arbeitsbüchern aufgebaut und je nachdem für welchen Kurs Sie sich entscheiden, kann dies auch sehr interaktiv sein. Sind Sie sich nicht sicher, ob sich ein Computer-Sprachkurs für Sie lohnt und Sie sich dauerhaft motivieren können, sollten Sie mal einen Blick in Ihre Stadtbibliothek werfen. Häufig bieten diese auch solche Multimedien zum Ausleihen an, je nach Ausstattung für viele verschiedene Sprachen auf unterschiedlichen Niveaustufen.

    Online-Sprachkurse
    Auch im Internet selbst können Sie fündig werden. Ähnlich wie die gedruckten Wörterbücher, bieten einige der großen Online-Ressourcen auch Sprachkurse an. Aber Sie fragen sich, wie vertrauenswürdig und auch lehrreich all diese Angebote sind? Viele Länder haben ein Ministerium, Institut oder eine anderweitige Einrichtung, die sich um die Repräsentation ihrer Kultur und Sprache kümmert. Von diesen bieten viele Online-Kurse an, die Sie bereits ideal auf die offizielle Prüfung vorbereiten. Diese können Sie absolvieren, wenn Sie einen anerkannten Nachweis über Ihre sprachlichen Fähigkeiten haben möchten.

    Apps
    Sie könnten auch die Zeit nutzen, die Sie morgens auf dem Weg zur Arbeit haben. Füllen Sie diese mit einer sinnvollen Aktivität und bilden Sie sich weiter. So könnten Sie Vokabeln wiederholen oder Sie lesen Nachrichten in einer Fremdsprache, die Sie bereits kennen. Die App-Stores von Google und Apple bieten Ihnen eine große Auswahl an, viele davon sogar kostenlos. Wenn Sie auch nur anfangen, einen Suchbegriff bezüglich Sprachenlernen einzugeben, wird Ihnen dies schon gleich vorgeschlagen. Dieses Prinzip scheint sich also großer Beliebtheit zu erfreuen. Wenn Sie morgens mit dem Auto selbst zur Arbeit fahren, sollten Sie dabei lieber keine Apps zum Sprachenlernen nutzen. Aber Sie können sich beispielsweise Hörbücher oder Lieder in der Sprache anhören, die Sie lernen wollen. Stöbern Sie doch einmal durch die Fremdsprachen-Abteilung einer Buchhandlung.

    Sprachangebot und Lernmethode
    Nun haben Sie die Qual der Wahl: Welche Sprache möchten Sie überhaupt lernen? Je internationaler die Sprache ist, desto mehr Angebote gibt es auch. Gerade für Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch gibt es viele Apps, aber auch einige für Russisch oder Chinesisch. Nachdem Sie sich nun für eine Sprache entschieden haben, stellt sich die Frage, wie Sie lernen wollen. Je nach Anbieter wird der Schwerpunkt unterschiedlich gelegt. Beispielsweise können Sie Vokabeln über bildliche Darstellungen lernen, Ratespiele lösen oder sich Sätze anhören und diese nachsprechen. Weiter unten finden Sie eine kleine Auswahl an Apps, die Sie zum Sprachenlernen ausprobieren können.

    Eine kleine Auswahl
    Schauen Sie sich doch einmal die folgende Liste mit Apps und Kursen an, vielleicht bereiteten Sie sich ja damit auf Ihren nächsten Urlaub oder das nächste internationale Geschäftstreffen vor.

    Babbel
    Einer der bekanntesten Anbieter ist wohl Babbel. Sie können hier sowohl an Online-Sprachkursen teilnehmen, als auch die App installieren und auch unterwegs lernen. Es werden 14 Sprachen auf verschiedenen Niveaus angeboten. Die App bietet thematische Lektionen mit nützlichen Sätzen und einem Vokabelmanager an.

    Duolingo
    Die App mit der grünen Eule startet durch. Sie können zwischen Englisch, Französisch sowie Spanisch wählen und dank Spracherkennung auch sprechen üben. Dabei ordnen Sie Abbildungen die richtige Vokabel zu, bringen Sätze in die richtige Reihenfolge und werden durch eine Push-Notification daran erinnert, ihren Streak nicht zu unterbrechen.

    HelloTalk
    Wenn Sie bereits eine Sprache können, sich aber unsicher im aktiven Gebrauch fühlen, können Sie über HelloTalk andere Sprachlernende finden. Sie schließen sich mit jemandem zusammen, dessen Muttersprache die von Ihnen gewünschte Fremdsprache ist und tauschen sich aus. Die Themenwahl bleibt Ihnen überlassen: Kultur, Essen, Mode…

    Pons
    In der Schule haben Sie sicherlich eine gedruckte Version des Wörterbuchs genutzt. Probieren Sie jetzt doch einen Powersprachkurs aus: Bei diesem lernen Sie multimedial Vokabeln sowie Grammatik und können Übungen zu Lese- und Hörverstehen machen. In der App finden Sie einen Vokabeltrainer, in dem Sie schwierige Wörter speichern können.

    Langenscheid
    Auch der Konkurrent Langenscheidt ist mit der Zeit gegangen und hat multimediale Angebote rund um Sprachkurse, Wörterschatz und Grammatiken für verschiedene Niveaus. Für Reise und Geschäftsleben gibt es ein gesondertes Angebot. Über den Online-Shop können Sie sich die Software herunterladen und direkt loslegen.

    Institute
    Viele große Sprachräume haben ein Institut, das die Vertretung für Kultur und Sprache darstellt, beispielsweise das Instituto Cervantes für Spanisch, das Institut Français für Französisch oder das Konfuzius-Institut für Chinesisch. In vielen Fällen bieten diese unter ihren Online-Ressourcen auch Sprachkurse an, die Sie auf die offizielle Prüfung für Ihren Sprachnachweis vorbereitet.

    Foto: Vera Kratochvil

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