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    31-08-2018

    Haben Sie schon das von den Superfoods gehört?

    Wenn Sie kochen, achten Sie nach bestem Gewissen darauf, dass Sie sich gesund ernähren. Das bedeutet natürlich, dass Gemüse und Obst in den Speiseplan integriert werden. Schließlich sind Sie voll mit Vitaminen, Ballaststoffen, Spurenelementen und anderer gesundheitsfördernden Stoffen. Inzwischen wird auch immer mehr darauf geachtet, dass es sich um Produkte handelt, die ökologisch erzeugt wurden. Eine große Auswahl an verschiedenen Siegeln soll Auskunft über die Herstellungsbedingungen geben. Neben dieser Art, auf eine gesunde Ernährung zu achten, gibt es noch weitere Möglichkeiten.

    Internet-Trend Superfood
    Das Internet hält viele Überraschungen bereit und immer häufiger beginnt ein Trend mit der wachsenden Anzahl von Likes, Retweets und Shares in sozialen Netzwerken. Der Begriff Superfood bezieht sich auf Lebensmittel, die einen besonderen Nährstoffgehalt und dadurch einen höheren gesundheitlichen Nutzen haben. Teilweise ist dieser Nutzen in Labortests und wissenschaftlichen Untersuchungen nachzuweisen, aber es ist nicht restlos bewiesen. Dieses Thema kann zu hitzigen Diskussionen zwischen Befürwortern und Skeptikern führen. Die Abteilungen für Werbung und Marketing ist allerdings begeistert und betitelt viele Produkte inzwischen als Superfood. Je exotischer das Produkt und je weiter der Transportweg, desto besser. Dabei gibt es auch Produkte aus unseren Breitengraden, die zu Superfoods zählen. Im Folgenden finden Sie eine Liste für Superfoods, die Ihnen einige Informationen geben. Ob Sie diese Produkte in Ihre Ernährung einbringen, sei ganz Ihnen überlassen.

    Chia-Samen
    Zu den bekanntesten Superfoods gehören die Chia-Samen. Die Pflanze wird in Mittelamerika angebaut und war schon den Azteken bekannt. Neben einem hohen Gehalt an Vitaminen, Ballast- und Mineralstoffen enthalten die Samen auch die ungesättigten Fettsäuren Omega 3 und Omega 6. Diese kann unserer Körper nicht selbst herstellen, werden allerdings für den Aufbau von Zellmembranen benötigt und insbesondere der Herz-Kreislauf profitiert von ihnen. Da sie auch einen hohen Proteingehalt haben, können sie in der veganen Ernährung ein Ersatz für Fleisch sein. Die Samen werden häufig in Pudding und Smoothies untergemischt. Als einheimische Alternative werden Leinsamen gesehen.

    Acai- und Goji-Beeren
    Acai-Beeren sind kleine, blauviolette Beeren, die voller guter Nährstoffe steckt: Lipide und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Aminosäuren, Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Antioxidantien. Goji-Beeren sind ovale, rot bis orangerote Beeren, die komplexe Vitamine und viele Mineralien enthalten, ebenso Fettsäuren und Aminosäuren. Beide Beeren können in frischer oder getrockneter Form verzehrt werden.

    Granatapfel
    Auch wenn man nur mit Tricks und vielen Spritzern an die Kerne herankommt, so lohnt sich der Aufwand. Dem Granatapfel wird nachgesagt, dass er das Wachstum von Metastasen bremse und sich dadurch zur Prävention einiger Krebsarten eigne. Zwar ist dies wissenschaftlich nicht restlos bewiesen, aber der hohe Anteil an Antioxidantien ist bekannt. Die Kerne können sowohl in herzhaften als auch in süßen Gerichten verwendet werden.

    Avocado
    Beim Mexikaner dippen wir unsere Nachos gerne in Guacamole, aber wofür kann man Avocados noch verwenden? Die kleinen grünen Früchtchen strotzen mit vielen Vitaminen und Ballaststoffen, ebenso Eisen, Kalzium und Kalium. Schwanger können mit Avocados Folsäure zu sich nehmen und die ungesättigten Fettsäuren sind gut für die Blutwerte. Es gibt unzählige weitere Arten neben Guacamole, Avocados zuzubereiten.

    Grünkohl
    Auch in unserer traditionellen Küche finden wir ein Superfood. Grünkohl enthält neben Kalzium, Kalium und Eisen einen besonders hohen Vitamingehalt. Die positiven Effekte von Grünkohl können aber bei der deutschen Zubereitung mit Schweinebacke oder Pinkel vom Fettgehalt des Fleisches überlagert werden. Daher wird dazu geraten, das Gemüse roh zu verzehren, unter anderem in Smoothies und Salaten.

    „Unkraut“
    Vielleicht haben Sie als Kind gespielt, mit Unkraut eine leckere Suppe zu kochen oder vielleicht hat Ihre Großmutter Ihnen Brennnesseltee oder –salat angeboten. Führte dies damals zu Grinsen und Kopfschütteln, war es aber gar nicht so falsch. Wenn Sie sich sicher sind, nicht eine ähnlich aussehende Giftpflanze gepflückt zu haben, können Sie heimische Kräuter und Wegesgrün wie Giersch, Sauerampfer, Brennnessel, Bärlauch Vogelmiere und Löwenzahn in Tee, Suppe, Salat oder als grünen Smoothie probieren.

    Grüne Pulver
    Unter diese Kategorie fällt so einiges. Dazu gehören Matcha und Moringa, ersteres besteht aus gemahlenen Blätternd des Grüntees, zweites aus denen des Meerrettichbaumes. Sie sollen mit Koffein beziehungsweise Aminosäuren belebend und konzentrationsfördernd sein. Traditionell sind sie als Tee, werden inzwischen aber auch in Smoothies und beim Backen verwendet. Auch Algen werden in meist gemahlener Form verzehrt, gerade Chlorella und Spirulina werden gerne in Smoothies verwendet, wobei Chlorella mit dem enthaltenen Chlorophyll gut für den Aufbau von Blutzellen und Spirulina eine pflanzliche Proteinquelle sein soll.

    Wirklicher Nutzen?
    Wie bereits zu Anfang erwähnt, ist der Nutzen dieser Superfoods nicht immer wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie auf Ihre Gesundheit achten wollen, ist eine ausgewogene Ernährung mit frischen Zutaten bereits eine große Hilfe. Ob Sie nun dabei auch Superfoods in Ihren Speiseplan aufnehmen, ist Ihnen und Ihrer Kochlaune überlassen. Dabei können Sie die Exoten ausprobieren oder für einen geringeren ökologischen Fußabdruck auch Produkte aus der Heimat wählen.

    Foto: pxhere

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