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    Unterwegs sein, gesund bleiben: So sollte es klappen!
    17-03-2021

    Unterwegs sein, gesund bleiben: So sollte es klappen!

    Verreisen ist derzeit schwierig bis unmöglich. Vom Auswärtigen Amt wird von sämtlichen nicht unbedingt notwendigen beruflichen oder auch privaten Reisen dringend abgeraten.
    Aber, aufgepasst und genau hingehört: Es wird vom Reisen “abgeraten”, das heißt jedoch nicht, dass es ”verboten” ist und dass unter streng einzuhaltenden Auflagen nicht doch einiges möglich ist.

    Fernreisen trotz Corona?

    Wenn man sich auf den Fernreiseportalen umschaut, so kann man feststellen, dass sehr wohl Fernreisen angeboten werden - natürlich mit coronabedingten Maßnahmen und Einschränkungen. Viele Länder können bereist werden, wobei Pauschal- und Gruppenreisen selbstverständlich abgesagt wurden und werden, man daher individuell reisend unterwegs sein muss. Auch All inclusive-Angebote wird es aus Hygienegründen nicht geben - für einen Urlaub in Deutschland ebenso nicht.

    Eine Liste der Länder, die deutschen geimpften (!) Touristen die Einreise erleichtern, kann hier eingesehen werden.
    Da in vielen Ländern bei der Einreise, egal, ob man geimpft ist oder nicht, ein gültiger (negativer) Coronatest vorgelegt bzw. bei Rückkehr nach Deutschland aus einem Risikogebiet ein Test absolviert werden muss, gibt es auf den meisten deutschen Flughäfen eine Teststation - welche Flughäfen diesen Service anbieten, sehen Sie hier.

    Rückreise nach Deutschland

    Man darf dabei nicht darauf vergessen, dass die Rückkehr nach Deutschland sowohl mit einem Coronatest wie mit Quarantäne verbunden ist, wenn das bereiste Land als Risikogebiet eingestuft wurde.
    Hier gilt die Zwei-Test-Strategie: Der erste Test muss noch im Zielland oder direkt nach der Einreise nach Deutschland erfolgen und darf nicht älter als 48 Stunden sein. Die zwingend darauf folgende Quarantänezeit (auch bei negativem Testergebnis) beträgt zehn Tage, die nur durch einen weiteren Coronatest auf fünf Tage verkürzt werden kann. Das einzige Bundesland, das hier eine Ausnahme macht, ist NRW, das nur einen negativen Test verlangt, jedoch keine Quarantäne verhängt.

    Außerdem müssen vor der Rückreise (ausländische Touristen vor deren Einreise) nach Deutschland aus einem Risikogebiet die Kontakt- und Reisedaten hinterlegt werden in der digitalen Einreise-Anmeldung - hier können Sie sich das ansehen. Achtung: Es sind derzeit gefälschte Websites im Umlauf, die scheinbar eine Einreise-Anmeldung anbieten, dafür jedoch eine Gebühr verlangen - die offizielle Einreise-Anmeldung ist jedoch kostenlos! Näheres dazu hier.

    Mit diesen aufwändigen, wenn auch unumgänglichen Maßnahmen will man erreichen, dass ein Auslandsaufenthalt wirklich gründlich überlegt wird und man wenn möglich darauf verzichtet.

    “Ich bin dann mal weg …”

    Ganz so unbeschwert wie noch 2019 kann derzeit nicht gereist werden. “Einfach weg” ist nicht mehr möglich, außer innerhalb des eigenen Landes - und da sollte man ebenfalls Vorsicht walten lassen. Selbst wenn man nur ins nächste Bundesland fährt, ist es angezeigt, sich mit der jeweiligen Lage und den geforderten Maßnahmen vertraut zu machen.

    - Abstand halten:

    Halten Sie zu den anderen Insassen eines öffentlichen Verkehrsmittels mindestens einen Meter Abstand. In U-Bahnen, Trams oder städtischen Autobussen ist das manchmal nicht möglich. Wenn Sie sehen, dass ein städtisches Verkehrsmittel bereits dicht besetzt ist, warten Sie auf das nächste oder überlegen Sie, ob Sie vielleicht mit einer anderen Linie ans gewünschte Ziel kommen. Falls Sie ausreichend Zeit haben - und im Urlaub sollte dies der Fall sein -, können Sie auch zu Fuß gehen. Benefit: Sie lernen die Stadt dabei kennen, anstatt nur vorbeizuflitzen, Sie nehmen die Atmosphäre direkt wahr, entdecken Details, die Ihnen sonst entgangen wären. Und Ihrer Fitness tun Sie auch gleich was Gutes.

    Eine weitere Option wäre, ein Taxi zu nehmen.
    In Bussen muss man hinten ein- und aussteigen, da die vordere Türe beim Fahrer geschlossen bleibt, um diesen zu schützen.
    Bei (touristischen) Führungen, Museumsbesuchen, Veranstaltungen im kleinen Rahmen sollten Sie ebenfalls darauf achten, den nötigen Abstand zu Personen aus anderen Haushalten einzuhalten.

    - Nicht nebeneinander sitzen:

    Wenn Sie mit der Bahn oder einem Überland-Bus fahren, sorgen Sie dafür, dass auf dem Nebensitz niemand Platz nimmt.

    In Flugzeugen, wo man sich den Sitz nicht aussuchen kann, wird von manchen Airlines schon im Vorhinein nur jeder zweite Platz besetzt. Dort, wo dies nicht der Fall ist, können Sie den Mittelsitz in einer Dreier-Sitzreihe zubuchen, damit er frei bleibt - das kostet zwischen 18 und 35€.

    In der Bahn wurde das Kontingent der reservierbaren Sitze auf 60% gesenkt, sodass mehr Plätze frei bleiben und der Sicherheitsabstand gewährleistet ist. Personen aus demselben Haushalt oder Geschäftspartner dürfen beisammen sitzen. Ansonsten sorgt das Zugpersonal dafür, dass sich die Reisenden gleichmäßig im Zug verteilen.

    - Medizinische oder FFP2-Masken:

    Im Flughafengelände und im Flugzeug sind entweder medizinische oder FFP2-Masken Pflicht, Stoffmasken oder Schals sind nicht gestattet. Dasselbe gilt für die Bahn, Überland-Busse und die städtischen öffentlichen Verkehrsmittel. Reisenden ohne Gesichtsmaske wird der Zutritt nicht gewährt. Die Maskenpflicht gilt hier auch für Kinder ab 6 Jahren. Ein ärztliches Attest für Maskenbefreiung wird in Flugzeugen nicht akzeptiert - Sie müssen einen aktuellen negativen Coronatest vorweisen. In der Bahn genügt ein ärztliches Attest für die Befreiung.

    - Essen und trinken:

    Sie müssen damit rechnen, dass der Bordservice im Flugzeug aus Hygienegründen stark eingeschränkt ist. Dasselbe gilt für die Bahn - die Bordrestaurants sind geschlossen, es gibt auch keinen Snackverkauf.
    Das Essen und Trinken von mitgebrachtem Proviant im Zug ist zwar nicht verboten, doch sollte man dabei die Maske allerhöchstens etwas zur Seite schieben müssen - ein paar Schlucke trinken oder mal von einer Stulle abbeißen, ist drin. Ausführlich frühstücken oder dinieren ist jedoch nicht angesagt.

    - Oberflächen berühren:

    Bei der Fahrt mit den Öffis sollte man jede unnötige Berührung von Oberflächen, Haltestangen, Griffen usw. vermeiden, auch wenn zum Beispiel in der Bahn diese von “Unterwegs-Reinigern” während der Fahrt immer wieder geputzt werden - allerdings nicht in städtischen öffentlichen Verkehrsmitteln.

    Da es ganz ohne Berühren jedoch meistens nicht geht, achten Sie darauf, möglichst nicht mit den Händen zu Mund, Nase oder Augen zu greifen, bevor Sie Ihre Hände entweder desinfiziert und / oder gründlich mit heißem Wasser und Seife gewaschen haben.

    Die Fahrkartenkontrolle erfolgt kontaktlos mit Lesegerät oder per Blick vom Kontrolleur.
    Beim Bezahlen der Tickets sollte Bargeld vermieden und kontaktlos mit Karte gezahlt werden. Noch besser ist es, die Tickets mit Karte am Automaten zu kaufen: Das schützt den Schalter-Beamten - und Sie

    Mietwägen: sind erlaubt. Eventuell mit dem Autoverleih Absprache halten wegen der Hygienemaßnahmen, bevor Sie das Auto übernehmen. Nach Gebrauch waschen und desinfizieren Sie gründlich Ihre Hände.

    - Hygiene für unterwegs:

    Wenn Sie länger unterwegs sind und keine Gelegenheit zum Händewaschen oder Desinfizieren haben, können Sie auch eine kleine Flasche mit Desinfektionsmittel bei sich führen. Ansonsten denken Sie daran, sich die Hände zu waschen, wenn sich dazu eine Gelegenheit ergibt. Um durch das Waschen bedingte raue Haut zu vermeiden, ist eine kleine Tube Handcreme im Gepäck sicher nicht verkehrt.

    Wenn Sie niesen oder husten müssen - tun Sie dies in die Armbeuge, um die Tröpfchen von den Mitreisenden so gut wie möglich abzuhalten

    - Corona-App:

    Mit der Corona Warn-App sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Dies geschieht anonym über Codes-Austausch von Smartphone zu Smartphone, sodass man weiß, wenn man jemandem mit einer Infektion begegnet ist - man weiß jedoch nicht, wer es war, nur dass die Begegnung stattgefunden hat. Danach erscheinen auf dem Smartphone konkrete Empfehlungen, was zu tun ist.
    Hier können Sie die Warn-App herunterladen (Seite des Robert Koch-Instituts) und hier können Sie ein Video zur Funktionsweise ansehen.

    Derzeit jedoch bleibt erst einmal vor allem: Vom Reisen träumen. Für nächstes Jahr planen. Dabei können Sie sich schon jetzt nach Möglichkeiten für einen günstigen Urlaub umschauen, um sich gut vorzubereiten. Wie wäre es, mal in Ruhe in die Bewertungen von Reiseportalen und Ferienwohnungen-Vermietern hineinzuschmökern? Da erfährt man allerlei, das einem selbst beim Buchen, beim Reisen und bei allem, was damit zusammenhängt, weiterhelfen kann.

    Konkrete Vorschläge gewünscht? Lesen Sie auf Erfahrungenscout, was Kunden über Fewo Direkt denken oder wie sie Voyage privé bewertet haben - immer eine interessante Lektüre, versprochen!

    Und wie wäre es, wenn Sie sich für Ihr Wunschziel schon mal einen Reiseführer besorgen oder Literatur, sich auch online über Land und Leute schlau machen und Reiseberichte lesen - so wird Ihr nächster Urlaub rundum ein Erfolg!

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