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    Schnell und günstig ans Ziel
    22-08-2019

    Schnell und günstig ans Ziel

    Heutzutage ist eine unglaubliche Mobilität möglich: Innerhalb Europas lässt es sich so leicht und unkompliziert reisen, wie sonst noch nie. Durch das Schengener Abkommen können Personen, Kapital und Sachwerte vergleichsweise unkompliziert von einem Mitgliedstaat in ein anderes wandern. Dies ist nicht unbedingt wörtlich zu nehmen, schließlich haben wir mit Flugzeug, Bahnnetz und natürlich den Europastraßen bzw. Autobahnen genügend Verbindungen, wie wir von einem Ort an den nächsten gelangen können. Die Frage ist dabei nur, wie es mit Kosten, Fahrtdauer und Entspannung aussieht. Flüge stehen jedoch momentan aufgrund der schlechten CO2-Bilanz stark in der Kritik.

    Klassisch mit dem eigenen Auto unterwegs
    Für viele ist ein eigenes Auto ein Traum der Unabhängigkeit. Man muss sich nicht zur Haltestelle abhetzen und ist an die Abfahrtszeiten der Verkehrsanbieter gebunden. Häufig kommt man auch nicht zu unmöglichen Uhrzeiten an, die entweder zu früh oder zu spät für den Termin liegen. Und so freuen sich die meisten Jugendlichen, endlich die Fahrprüfung bestanden zu haben. Allerdings birgt ein Auto auch viel Verantwortung. Zum einen ist eine Versicherung Pflicht. Hinzu kommen noch weitere Kosten, darunter die Steuer und eventuelle Reparaturkosten, von den Ausgaben für Kraftstoff mal zu schweigen. Wer morgens und abends mit dem eigenen Auto pendelt, muss damit rechnen, in der Rush Hour stecken zu bleiben. Und schon ist man doch nicht so schnell am Ziel. Der CO2-Ausstoß ist auch hier nicht zu ignorieren, auch wenn Elektroautos als Alternative antreten.

    Das ewige Streitthema Deutsche Bahn
    Mit der Erkundung des Wilden Westen begann auch der Siegeszug der Eisenbahn. Mittlerweile haben wir Beispiele von Schnellverbindungen in Japan und Zukunftsvisionen von Transrapiden. Doch sehen wir uns die Deutsche Bahn an, rücken solche Träume in weite Ferne. Viel mehr sind Verspätungen an der Tagesordnung, es werden mittlerweile auch schon Witze gemacht, dass Winter und Sommer so unerwartet kommen, dass die Klimaanlage oder Gleisinstandhaltung jedes Jahr aufs Neue nicht vorbereitet war. Dabei wird modernisiert, um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein. Funktioniert alles, hat man in vielen Fällen eine angenehme Fahrt, auf der man arbeiten oder schlafen kann und nicht selten sind längere ICE-Strecken schneller als mit dem Auto bewältigt. Mit geringer besteuerten Tickets sollen Fahrten attraktiver werden.

    Günstige Alternative Fernbus
    Doch die Bahn hat bereits seit einigen Jahren Konkurrenz. Das Fernbusnetz wurde ausgebaut und der Konzern Flixbus mit den grünen Bussen ist als Sieger aus dem Kampf um die Autobahnen hervorgegangen. Viele Orte in Europa werden angefahren und miteinander verbunden, innerhalb Deutschlands sogar nicht nur die großen Metropolen. Dieser Service wird zu Preisen geboten, die unter denen der Bahn liegen. Als neuestes Angebot werden jetzt einige Bahnstrecken mit dem Flixtrain bedient. Aber auch hier sind Probleme bekannt. Staus können natürlich Busse ebenso wie Autos betreffen, sodass auch hier Verspätungen nicht unmöglich sind. Allerdings ist ein Umbuchen auf einen anderen Bus wesentlich schwieriger, da der Bus nicht vollbesetzt sein kann, jeder muss schließlich einen Sitzplatz haben. Hinzu kommen Geschichten über Dumping-Lohn und schlechte, stressige Arbeitsbedingungen für die Fahrer.

    Gemeinschaftlich geteilt
    Wer nun die Vorteile eines eigenen Autos genießen möchte, ohne allerdings alle Nachteile tragen zu müssen, der sollte sich näher zu Carsharing und ähnlichen Projekten informieren. Hier besitzt niemand so wirklich das Auto, viel sollten Sie es als Mietwagen betrachten. Haben Sie ein Kundenkonto bei einem Anbieter, können Sie überall die Autos nutzen und dementsprechend auch wieder abstellen. Im Weiteren sind auch Online-Plattformen wie Blablacar eine Alternative zum eigenen Auto oder den hohen Spritkosten. Als Autofahrer stellen Sie die Route in das Portal ein und finden so Mitfahrer, die ebenfalls diese Strecke fahren möchten. Sie können den Preis selbst festlegen und lernen auch noch neue Leute kennen.

    Gesund und öko
    Von all diesen Möglichkeiten abgesehen, können wir noch immer zu Fuß gehen oder mit dem Fahrrad fahren. Diese Optionen sind sogar noch klimafreundlicher als die mit Ökostrom betriebene Bahn. Zugegebenermaßen brauchen Sie mit diesen „Verkehrsmitteln“ bei weiten Entfernungen etwas länger, aber bekanntlich ist ja der Weg das Ziel. Dennoch können Sie auch mit dem Fahrrad reisen, wenn Sie ein wenig Planung nicht abschreckt.

    Foto: pxhere

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