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    Mami, schau, die süßen kleinen Hunde! Bitte, bitte, können wir einen mit nachhause nehmen?
    08-10-2020

    Mami, schau, die süßen kleinen Hunde! Bitte, bitte, können wir einen mit nachhause nehmen?

    Drollige Welpen lassen nicht nur die Herzen der Kinder höher schlagen - auch Erwachsene können dann oft nur schwer widerstehen, hat man sich doch vielleicht schon öfter dabei erwischt, wie man anderen Hundebesitzern sehnsüchtig hinterher schaut und daher schon länger darüber nachdenkt, sich ebenfalls einen Hund als treuen Gefährten anzuschaffen.
    Dann fällt die Entscheidung beim Anblick eines süßen Welpen oder eines treuherzigen Tierasyl-Insassen manchmal rasch, und voll Vorfreude holt man diesen zu sich nachhause.


    Damit es dem neuen Familienmitglied dann dort auch richtig gut geht, muss allerdings einiges bedacht werden. So sollte man vor der Anschaffung eines Hundes überlegen, welches Tier infrage kommt – soll es ein großer oder ein eher kleiner Hund sein? Welche Rasse? Oder nimmt man sich eines Mischlings aus dem Tierschutzhaus an?
    Wie viel Zeit hat man, um mit dem Hund hinaus zu gehen, damit er ausreichend Bewegung bekommt, wie viel Zeit kann man erübrigen zum Spielen und für die notwendige Pflege?
    Und wie sieht es mit den Kosten für Futter, Pflege und nicht zuletzt den Tierarzt aus? Denn auch wenn sich der Hund hoffentlich die meiste Zeit seines Lebens bester Gesundheit erfreut, so stehen doch Impfungen und die notwendigen Gesundheits-Checks an.

    Ist man also bereit, sich mit den Bedürfnissen des Tieres zu beschäftigen, sich umfassend zu informieren, um ihm ein adäquates Umfeld bieten zu können, in dem es sich wohl fühlt?
    Diese grundlegenden Fragen sollte man geklärt haben, bevor man ein lebendes Wesen zu sich nachhause holt und für dessen Wohlergehen verantwortlich wird.

    Doch wie hat es begonnen – dieses enge Verhältnis zwischen Menschen und Hunden? Wie kam der Mensch auf den Hund? Oder der Hund auf den Menschen?

    Das ist noch nicht restlos geklärt, sicher ist jedoch so viel: Der Hund ist bereits seit Jahrtausenden, laut Forschung schon seit mindestens 15 000 Jahren, ein Begleiter des Menschen, wobei sich der Übergang vom Wild- zum Haustier allmählich vollzog.
    Das Bellen, das wir heute als typisch für einen Hund empfinden, stellt eine evolutionäre Anpassung dar, die sich wahrscheinlich durch das Zusammenleben mit den Menschen entwickelt hat. Wölfe bellen selten, Wolfswelpen etwas häufiger, sodass angenommen werden kann, dass diesen Eigenschaften bei der Zuchtauswahl zum Haushund besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde: Durch das Bellen können nicht nur Feinde gemeldet oder auch verjagt werden, sondern es ist auch ein Mittel der Kommunikation mit dem Menschen.

    Weitere Eigenschaften wurden an- oder weggezüchtet, sodass es nun eine Vielzahl an Hunderassen und -typen gibt, von denen jede ihre ganz speziellen Eigenschaften mitbringt, die bei der Anschaffung des Tieres ebenfalls bedacht werden müssen.

    Man hat sich nun also für einen Hund entschieden und diesen zu sich nachhause geholt, das Abenteuer kann beginnen!
    Im Folgenden soll es darum gehen, wie der neue Familiengefährte gehalten werden will, um ihm ein nicht nur zufriedenes, sondern auch artgerechtes Leben zu ermöglichen. Der Hundehalter ist nun hauptverantwortlich für das Wohlergehen seines felligen Hausgenossen, daher stellt sich die Frage:

    Was macht meinen Hund glücklich?

    Das Grundbedürfnis, das allen weiteren Bedürfnissen des Hundes zugrunde liegt, ist das nach artgerechter Nahrung und Flüssigkeitsversorgung.
    Hunde sind, wie auch Wölfe, von denen sie abstammen, Carnivoren und fressen daher gerne Fleisch. Bei seiner Nahrung sollte daher auf Fleisch im Normalfall nicht verzichtet werden. Hochwertiges und auf seine Bedürfnisse abgestimmtes Futter hält den Hund gesund und fit.
    Für Abwechslung kann man sorgen, indem man Reis, Kartoffeln oder Gemüse dem Fertigfutter beimischt. Allerdings muss man hier genau darauf achten, ob diese Beigaben für den Hund verträglich sind.
    Sollte man vorhaben, den Hund mit selbst gekochtem und zusammengestelltem Futter zu ernähren, so sind ernährungswissenschaftliche Kenntnisse vonnöten, um dem Tier eine ausgewogene Nahrung vorzusetzen, in der nichts von den benötigten Vitaminen, Spurenelementen, Kohlehydraten und Fetten fehlt. Es ist daher nicht ganz einfach, auf diese Weise das Tier mit dem optimalen Futter zu versorgen.
    Dazu kommt, dass auch Fertigfutter nicht immer ideal entspricht, da ein kleiner Hund anders ernährt werden muss als ein großer, einer, der sich viel bewegt und oft im Freien ist anders als einer, der mehr Zeit in den vier Wänden verbringt.
    Hier erweist sich das Angebot von tails.com als interessante Alternative: Man erstellt ein Profil des eigenen Hundes, ein Algorithmus errechnet die ideale Futtermischung, die dann monatlich zugeschickt wird – wobei das Abo jederzeit wieder beendet werden kann, es gibt dabei keine „Kündigungsfrist“.
    Um das Ganze erst einmal zu testen, gibt es bei tails.com ein gratis Probierpaket für zwei Wochen, das bereits nach den individuellen Bedürfnissen des Hundes zusammengestellt wurde.
    Auch andere Mischungen sind auf der Plattform erhältlich, so für Welpen, empfindlichen Magen oder hypoallergenes Futter.
    Erwachsene Hunde werden zweimal täglich gefüttert, Welpen und Senioren dreimal. Die Fütterung sollte an einem ruhigen und störungsfreien Platz erfolgen. Beim Fressen immer wieder gestört zu werden, kann Hunde nervös machen, unter Umständen sogar aggressiv reagieren lassen.

    Was den Flüssigkeitsbedarf betrifft, so braucht ein Hund etwa 40 bis 100ml pro Kilo Körpergewicht bei einer Umgebungstemperatur von 20 Grad – ist es sehr heiß, sollte der Hund mehr trinken. Am liebsten mögen Hunde Wasser, wobei manche abgestandenes Wasser dem frischen Leitungswasser vorziehen.

    Weitere wichtige Bedürfnisse des Hundes sind das Gefühl der Sicherheit sowie ausreichend Ruhe und Schlaf: Hunde haben ein wesentlich höheres Schlafbedürfnis als Menschen. Der Schlafplatz sollte ruhig und sauber sein, sodass er ein Ort der Entspannung für das Tier ist.

    Glücklich macht einen Hund dann natürlich Bewegung, es gehört für ihn zum Schönsten. Lange Spaziergänge, hinter einem Ball herlaufen, spielen – das macht Spaß und hält fit. Nicht nur den Hund übrigens Gerne mögen es Hunde auch, kleine Aufgaben zu übernehmen, Regeln zu erlernen und zu befolgen. Diese spielerische Erziehung kann auch immer wieder in die Beschäftigung mit dem vierbeinigen Gefährten einfließen.
    Zur Bewegung zählt auch das Schwimmen – wenn der Hund es liebt, sollte man immer wieder einmal eine Gelegenheit suchen, um es ihm zu ermöglichen.

    Ausgehend von seiner Abstammung vom Wolf, sollte ein weiteres Grundbedürfnis des Hundes nicht übersehen werden: Der Hund ist, ebenso wie sein Vorfahre, ein Rudeltier. Dies hat sich auch durch die enge Gemeinschaft mit dem Menschen nicht geändert.
    Doch wie ersetzt man als Einzelmensch oder auch als Familie dem Hund das Rudel?
    Hier muss sich der Mensch beim Hund als Rudelführer etablieren. Es ist falsch verstandene Tierliebe, einem Hund das „Kommando“ zu überlassen – er wird zwar die Führungsrolle übernehmen, wenn es der Mensch nicht tut, doch dabei fühlt sich weder der Hund noch „sein Mensch“ wohl. Es kann für das Tier sogar Überforderung bedeuten.
    Allerdings darf dieses Führen des Hundes nicht in unsachgemäße Strenge ausarten – das Tier sucht aufgrund seiner hohen sozialen Intelligenz beim Menschen auch Schutz, Nähe und Körperkontakt und möchte als Teil der Familien- oder Zweiergemeinschaft anerkannt werden.

    Zum Glücklichsein ist körperliches Wohlbefinden unerlässlich, weshalb regelmäßige Besuche beim Tierarzt nicht vernachlässigt werden dürfen. Gesunde Hunde sollten einmal im Jahr durchgecheckt werden, ältere Hunde ab einem Alter von etwa 12 Jahren alle 6 Monate.
    Ist ein Hund verletzt oder krank, so muss er versorgt und wenn nötig zum Tierarzt gebracht werden. Diese Verpflichtung ist in Deutschland und Österreich sogar gesetzlich verankert.

    Wichtige Themen zur Gesunderhaltung des geliebten vierbeinigen Gefährten sind weiters Parasitenbekämpfung und die eine oder andere Impfung gegen schwere Tierkrankheiten. Es erfolgt zunächst eine Grundimmunisierung, der dann in bestimmten Abständen Auffrischungsimpfungen folgen – genaue Infos dazu gibt es beim Tierarzt.
    Zähne, Augen, Ohren und Pfoten können vom Tierhalter selbst gepflegt und kontrolliert werden – der Tierarzt zeigt sicher gerne, wie das gehandhabt wird und worauf man dabei achten muss.

    Wie steht es mit dem Baden?
    Zu häufiges Baden zerstört den schützenden Fettfilm auf dem Fell, der Schmutz und Nässe abweist. Wird er durch ungeeignete Shampoos zerstört, dauert es ganze sechs Wochen, bis er wieder aufgebaut wurde. Hunde müssten daher eigentlich gar nicht gebadet werden, da sie durch ihr Fell optimal geschützt sind.
    Dennoch gibt es natürlich Fälle, in denen ein Bad oder Abduschen unumgänglich scheint – etwa, wenn der Hund sich in Schlamm gewälzt hat und man seine Spuren nicht in der ganzen Wohnung verteilt haben will. Hat man allerdings die Möglichkeit, den Schmutz im Fell trocknen zu lassen, so kann man ihn dann einfach ausbürsten - und der Hund ist wieder sauber und wohnungstauglich.

    Hier konnten nur einige wichtige Aspekte der Hundehaltung erläutert werden – für weitergehendes Wissen steht Fachliteratur zur Verfügung, und auch im Internet finden sich viele interessante Artikel und Blogs zum Thema.

    Eines aber ist sicher: Einen Hund an der Seite zu haben, stellt eine wunderbare Bereicherung des Lebens dar, auf die wahrscheinlich niemand mehr verzichten möchte, der einmal die Zuneigung dieses wunderbaren Tieres gewinnen und genießen konnte!

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