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    Bitte lächeln!
    11-05-2019

    Bitte lächeln!

    Seitdem das erste Foto geschossen wurde, ist es bereits eine Weile her. Immer wieder gab es dann ein nächstes „erstes Foto“ von etwas. Unser Wunsch, die Zeit festzuhalten, für die Nachwelt verständlich zu machen oder einfach nur, um unsere Erinnerung zu unterstützen, nimmt tendenziell eher zu. Dazu trägt sicherlich auch bei, dass die Technik, mit der Kameras heute arbeiten, besser geworden ist und bei weitem nicht mehr so viel kostet. Die Kamera von einem beliebigen Smartphone schießt bessere Fotos, als es mit der ersten Lochkamera überhaupt möglich war!

    Ein Foto in Ehren…
    Immer wieder wird kritisiert, dass insbesondere die jüngere Generation heutzutage narzisstische Tendenzen zeigt. Gleichzeitig klagen immer mehr über psychische Probleme wie sozialen Leistungsdruck und eine als FOMO bekannt gewordene Erkrankung (fear of missing out – die Angst, etwas zu verpassen). Die Begründung liegt in den Sozialen Medien, zumal hier auch überwiegend Erfolge und die schönen Seiten des Lebens präsentiert werden. Schnell wird ein Foto von der lustigen Party geteilt oder die ersten Schritte des Kindes müssen voller Stolz dem Rest der Welt gezeigt werden. Diese Aufnahmen sind schnell gemacht und dokumentieren inzwischen unser Leben. Abseits davon können so allerdings auch Missstände schnell der Welt aufgezeigt werden: das Leiden in Kriegsgebieten, die Zerstörung des Regenwaldes, das alltägliche Leben einer anderen Kultur. Auf all dies kann ebenfalls mithilfe den Sozialen Medien aufmerksam gemacht werden, man erinnere sich an das Foto des ertrunkenen syrischen Jungen, der an einen türkischen Strand angespült wurde. Es steckt Wahrheit in dem Spruch, ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Die passende Kamera
    Für diese unterschiedlichen Anforderungen an Fotografie und Videoaufzeichnungen gibt es natürlich inzwischen eine Bandbreite an Herstellern, Modellen und Ausstattung. Um hier die richtige Kamera zu finden, können Sie bei verschiedenen Anbietern Tests machen und viele Webseiten beschäftigen sich mit dem Pro und Contra der unterschiedlichen Modelle. Wer Portraits von Menschen machen möchte, beispielsweise für die klassischen Bewerbungsfotos oder auf Hochzeiten muss die unterschiedlichen Lichtverhältnisse bei Außen- oder Innenaufnahmen bedenken und ausgleichen. Andererseits benötigt man bei Tier- oder Landschaftsfotografie hauptsächlich Geduld und eine ruhige Hand. In allen Fällen sind verschiedene Kameras auf diese unterschiedlichen Anforderungen ausgelegt. Zusätzliche Objektive tragen im Weiteren zu einer schönen Aufnahme bei.

    Reicht nicht das Smartphone?
    Gerade, wenn Sie die Fotografie nur als gelegentliche Aktivität betrachten, kann man sich nun fragen, ob man überhaupt eine solche Kameraausstattung heute noch braucht. Unser kleiner Alleskönner, das Smartphone, verfügt über mindestens eine Kamera, in vielen Fällen bereits über jeweils eine auf der Front- und Rückseite, und mit Apps können diese gleich bearbeitet werden. Um hin und wieder einen Schnappschuss zu machen, reichen selbst diese Kameras ohne Probleme aus. Aber auch im semi- bis professionellen Bereich bestehen ausreichende Optionen. Inzwischen wird mit mehreren Linsen auf der Rückseite versucht, ein Ausgleich in der Größe zu erwirken. Wie gut Fotos mit einer Handykamera (und dem nötigen Know-How) werden können, davon können Sie bei den Einsendungen von speziellen Handyfoto-Wettbewerben überzeugen.

    Lieber auf Nummer sicher gehen
    Egal, ob Sie nun eine Kamera gekauft haben oder ob Sie sich auf die sowieso stets mitgenommene Handykamera verlassen, schöne Fotos kommen dabei nur zustande, wenn Sie wissen, was Sie tun – und wenn Ihre Kamera keinen Defekt hat. Für die erste Bedingung können Sie einen Fotografiekurs belegen. Eine kurze Suche im Internet wird Ihnen Kurse zeigen, die in Ihrer Region stattfinden. Umgekehrt können Sie auch direkt Ihre Reiselust ausleben und neue Aspekte über Bildkomposition und Lichtverhältnisse lernen, wenn Sie an einer Reisefototour mit Anleitung teilnehmen. Um die zweite Bedingung zu erfüllen, sollten Sie Ihrer Kamera und den Objektiven mindestens eine regendichte und gepolsterte Tasche spendieren. Es kann eine Überlegung wert sein, eine spezielle Versicherung abzuschließen. Wie bei Versicherungen üblich, sollten Sie auch hier auf das Kleingedruckte achten. Ansonsten kann es passieren, dass Ihre Versicherung gegen Nässe nur greift, wenn Sie sich bei Regen im Trockenen aufgehalten haben – was natürlich nicht der Sinn der Sache ist.

    Foto: Adonyi Gábor

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