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    Chancen und Risiken für investoren nach Corona
    11-05-2020

    Chancen und Risiken für investoren nach Corona

    Der neue Coronavirus, auch als COVID-19 bekannt, hat die Welt wie wir sie kennen völlig auf den Kopf gestellt. Die schnelle Ausbreitung der Krankheit hat viele Gesundheitssysteme überfordert, und drastische Konsequenzen für die Marktwirtschaft und den Warenverkehr mit sich gezogen. Seit dem der Virus sich von der chinesischen Provinz Wuhan ausgehend vermehrt hat und in windeseile über den Globus verbreitet hat, stellt sich natürlich auch und besonders die Wirtschaft große, existenzielle Fragen um die zukünftige Abwicklung des Warenverkehrs und der Versorgung mit wichtigen Ressourcen.

    Dabei ist es wohl nicht das Virus selbst, dass für die größten Unterbrechungen in der Warenversorgung, im Personenverkehr und im täglichen Leben gesorgt hat, sondern die sicherlich notwendigen Maßnahmen, die global ergriffen wurden um die Ausbreitung dieser gefährlichen Krankheit zu verlangsamen. Die große Gefahr, die von COVID-19 für viele Menschen ausgeht hat weniger mit dem Virus selbst zu tun, als mit der Überbelastung von Gesundheitssystemen und Kapazitäten für Intensivversorgung. Wenn Krankenhäuser und Arztpraxen durch Corona Patienten überfordert werden, sorgt das auch notwendigerweise dafür dass andere Leiden und Krankheitsbilder nicht effektiv behandelt werden können. Eine Überbeanspruchung der Krankenkassen und natürlich des medizinischen Personals selbst kann drastische Konsequenzen für Städte, Regionen und Staaten haben.

    Die Unvorhersehbarkeit des Virus und seine rapide Ausbreitung machen natürlich jegliche Planung um einiges schwieriger, und Staaten, Konzerne und Einzelpersonen ringen mit dieser neuen Realität. Es stellen sich große, notwendige Fragen für Unternehmer und Firmen - wie plant man für das unplanbare? Wo lohnt es sich noch zu investieren? Wo wird es noch schlimmer werden, und für welche Branchen bessert sich die Prognose in kommender Zeit? Wenn Sie sich aktuell diese Fragen stellen, sind Sie mit Sicherheit nicht alleine.

    Wie der Virus selbst, kommen auch die wirtschaftlichen Folgen der Corona Pandemie in schwallartigen Wellen. Wie groß die nächste Welle wird, und wo sie einbrechen wird ist dabei leider spekulativer als die meisten von uns es gerne hätten. Ein paar Merkmale können wir dennoch in Branchen erkennen, die von der Pandemie besonders stark betroffen wurde.

    Allen voran ist hier natürlich das Gastgewerbe, denn die sogenannten Social Distancing Maßnahmen haben dafür gesorgt, dass Betriebe in dieser Branche zunächst geschlossen bleiben. Restaurants und Bars, in denen Kunden normalerweise in unmittelbarer Näher zu einander und anderen Sitzen mussten vorerst schließen, zu groß ist das Risiko dass durch dieses enge beieinander produziert wird. Wer es wirklich ernst meint, mit diesen Maßnahmen, musste sich natürlich auch als Kunde in letzter Zeit daran gewöhnen, dass die Lieblingskneipe oder das Lieblingsrestaurant geschlossen bleiben mussten. Für Restaurateure, Gastronomen und Angestellt der Gasbranche ist die ganze Situation natürlich noch um ein vielfaches schlimmer geworden, und auch aktuell sind nur noch wenige Lockerung absehbar, die zum Beispiel dem Hotelgewerbe wieder auf die Füße helfen könnten.

    Dementsprechend ist von größeren Investitionen in Restaurants, Bistros, Hotels, Cafes und ähnliche Betriebe zu Zeit wohl erstmal abzusehen. Sollte Ihre geplante Investitionsmöglichkeit keine Pandemie-sicheren Vorkehrungen getroffen oder Möglichkeiten vor Ort haben, um selbst in Zeiten von Social Distancing einen halbwegs normalen Betriebsplan einzuhalten, ist eher abzuraten. Zu groß sind die Ausgaben in dieser ohnehin schon heiklen Branche, zu unberechenbar das Risiko. Auch die Hotelbranche wird massiv von Einbrüchen in der Sommersaison betroffen sein.

    Ein etwas positiver Blick darf durchaus auf krisensichere Investitionen geworfen werden, denn dort wo der Markt zur Zeit Stabilität vermutet, ist er durchaus noch liquide und zahlfreuig. Kryptowährungen wie Bitcoin haben sich zum Höhepunkt der Corona Krise halbiert, aber bis dato diese Verluste wieder eingeholt.

    Für etwas risikofreudige Investoren ist Crypto demnach vielleicht interessant, aber große Ausgaben in diese Richtung sollten zunächst nicht von Laien vorgenommen werden. Der Ölpreis ist bekanntlich in den letzten Wochen so stark gefallen, dass viele OPEC Staaten so weit gegangen sind, die Produktion zu stoppen, aber die Verfügbarkeit von so viel billigem Öl stärkt natürlich wiederum die Position von Unternehmen die mit Erdöl als Produktions Stoff arbeiten.

    Hersteller von Plastikprodukten werden die schnelle und billige Verfügbarkeit mit Sicherheit zu ihren Gunsten ausnutzen, große Käufe von Erdöl Aktien empfehlen sich derzeit eher für Investoren mit Appetit für Risiko und den entsprechenden Zahlungsfähigkeiten.

    Ein letzter Faktor, der sich schwer berechnen lässt, stellen die kommenden Versorgungsengpässe da, die durch die Social Distancing Maßnahmen in vielen Städten für eine Unterproduktion von vielen Artikeln geführt haben. Wenn sich bestimmte Konzerne nicht mit den notwendigen Rohstoffen zur Produktion eindecken können, bedeutet das zwangsläufig auch schleppende Produktion.

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