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    Von Einkaufshelfern und dem (fast) persönlichen Chefkoch
    07-07-2019

    Von Einkaufshelfern und dem (fast) persönlichen Chefkoch

    Gesunde Ernährung ist mittlerweile zu einem Trend geworden. Durchaus berechtigt, kämpfen wir damit doch gegen überflüssige Pfunde an und versorgen uns mit den nötigen Nährstoffen. Ganz ohne Arbeit und Aufwand geschieht dies allerdings nicht. Zunächst müssen die richtigen Zutaten schließlich auch daheim sein, dass man daraus dann etwas Leckeres zaubern kann. Doch wer von uns hat schon Lust darauf, sich nach der Arbeit in das Gewühl im Supermarkt zu stürzen? Lange Schlangen an den Kassen und bereits ausgesuchte Ware motivieren nicht dazu. So endet der Abend rasch mit einer Tiefkühlpizza, die noch im Gefrierfach ihr Dasein fristete. Aber das geht auch anders.

    Lieferservice aus dem Restaurant…
    Was sicherlich dem einen oder anderen zunächst als Alternative einfällt, ist Essen gehen oder nach Hause holen. Auch wenn viele jetzt vielleicht an Fast Food oder Pizza denken, lassen viele Restaurants es zu, dass man auch zuhause essen kann. Einerseits können Sie dort anrufen (oder teilweise auch online bestellen) und holen sich die Speisen selbst ab. Wer eigentlich keine Lust mehr hat, das Haus überhaupt zu verlassen, kann inzwischen aber per Lieferservice nach Hause bringen lassen. In den letzten Jahren sind einige Unternehmen als Vermittler erfolgreich geworden, die das Essen verschiedenster Restaurants per Fahrradlieferant zu Ihnen nach Hause schicken.

    …mit stimmiger Atmosphäre?
    Es nehmen inzwischen ausreichend Restaurants an diesem Lieferservice teil, sodass Sie die Qual der Wahl haben. Es stellt sich natürlich die Frage, wie lange Ihr Essen unterwegs ist und ob es nicht schon abgekühlt bei Ihnen ankommt. Zudem verliert gutes Essen, das von gelernten Köchen zubereitet wurde, so seine Besonderheit, wenn man häufig bestellt. Außerdem hat das Restaurant je nach Konzept seinen eigenen Stil, der eine schnöde und notwendige Nahrungsmittelaufnahme in etwas Außergewöhnliches verwandeln kann.

    Lieferservice aus dem Supermarkt…
    Ist es bei Ihnen gar nicht so ein Problem, selbst zu kochen, aber das Einkaufen erweist sich aufgrund Ihrer Arbeitszeiten als schwierig? Für solche Fälle bieten viele Supermärkte inzwischen einen Online-Shop. Teilweise sind einige Produkte wie Elektrogroßgeräte gar nicht im Laden erhältlich wie die üblichen Lebensmittel. Darüber hinaus haben Sie meist auch die Möglichkeit, einen Wunschtermin auszuwählen, sodass Sie sicherstellen können, bei sich zuhause anwesend zu sein und die Lieferung entgegen nehmen zu können.

    …mit eigener Auswahl?
    Sie können bei dieser Art Lebensmittellieferung zwar auswählen, was Sie denn kochen möchten, aber ob Sie nun die größere Zucchini oder lieber zwei kleinere wählen oder bei den Erdbeeren auf Druckstellen achten können – diese Möglichkeit haben Sie nicht. Ein weiteres Problem kann sein, dass Stadtverkehr und besonders die Rush Hour den Lieferdienst aufhalten. Dadurch kommt dieser womöglich nicht zu Ihrem gewünschten Termin und gerade im Sommer stellt sich so die Frage nach einer ununterbrochenen Kühlkette.

    Lieferservice vom Feld
    Haben Sie eigentlich keine Lust, sich zu überlegen, welche Rezepte sich auch nach einem stressigen Tag noch fix umsetzen lassen, mögen aber die Tätigkeit Kochen ganz gerne, können Sie sich bei sogenannten Kochboxen anmelden. Hier werden Ihnen die Zutaten für ausgewählte Gerichte nach Hause geschickt und Sie bereiten diese nur noch nach Rezept zu. Je nach Anbieter können Sie zwischen vegetarischen Boxen oder für Familien mit kleinen Kindern geeignete Zusammenstellungen auswählen und bestimmen, wie häufig und an welchen Wochentagen diese Boxen geliefert werden. Dennoch stellen sich auch hier die Fragen, in welchem Zustand die ausgewählten Lebensmittel sind, ob die Kühlkette eingehalten wird und ob Sie die Rezepte überhaupt mögen.

    Guten Appetit?
    So praktisch all diese Möglichkeiten sind, die uns das Essen einfacher machen, darf man dabei auch einige Aspekte nicht außer Acht lassen, die uns vielleicht den Appetit verderben. Zunächst bedeutet Lieferservice stets ein erhöhtes Verkehrsaufkommen, schließlich wird die Ware bis an Ihre Haustür geliefert. Vielleicht hätten Sie sonst das Fahrrad bis zum Supermarkt genommen oder wären an der nächsten Haltestelle eingestiegen, aber für die Auslieferung ist es ein Lieferwagen, hoffentlich auch mit Kühlmöglichkeit. Hinzu kommt, dass die Produkte teilweise in weiteres Plastik eingepackt werden, um Druckstellen und ähnliches zu vermeiden. Darüber hinaus will dieser Service natürlich auch bezahlt werden. Entweder müssen Sie den Aufpreis selbst zahlen, aber bei den Online-Vermittlern für Restaurantauslieferungen geht es häufig zulasten der Inhaber, was das Geschäft gerade für kleine Familienbetriebe fast schon unrentabel machen kann. Vielleicht schaffen Sie es während der Mittagspause ja mal auf den Wochenmarkt und können dort regional einkaufen und selbst auswählen.

    Foto: pxhere

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