Noch ein Jahrhundert oder zwei …

Noch ein Jahrhundert oder zwei …

Energie

 

 ...reichen Kohle, Gas und Erdöl Schätzungen zufolge. Und was dann …?

Seit Jahrmillionen sind sie da, haben ganze Erdzeitalter überdauert und werden nun seit einigen Generationen nach und nach in großem Stil ans Tageslicht befördert und verbraucht: die fossilen Energieträger, als da wären Erdöl, Kohle und Erdgas.

Wo wären wir heute ohne sie? Würden wir, in unseren Höhlen sitzend, noch immer auf den Blitzeinschlag warten, um an Wärme und Feuer zu kommen?

Ganz so abenteuerlich wäre es wahrscheinlich nicht, denn bis Ende des 18. Jahrhunderts mussten die Menschen im Großen und Ganzen auch ohne Gas, Kohle oder Erdöl auskommen - und haben dennoch nicht mehr auf den Blitz gewartet.

Kohle und Erdöl verändern die Welt

Im 19. Jahrhundert schnellten die Nutzungsmöglichkeiten des fossilen Energieträgers Kohle durch Erfindungen aller Art, wie zum Beispiel die Dampfmaschine, sprunghaft in die Höhe, die Industrialisierung wurde angekurbelt, neue Produktionsformen entstanden. Der Vorreiter war hier England, wo bereits im 17. Jahrhundert eine intensive Nutzung der Steinkohle einsetzte - so intensiv, dass sich Zeitgenossen über die starke Luftverschmutzung beklagten.

Auch in Kontinentaleuropa zog man bald nach. Die Bedeutung besonders zunächst der Kohle war gewaltig - und dabei ging es keineswegs nur um die Energiegewinnung für industrielle Zwecke oder die Rolle als Energieträger für die Nutzung in Privathaushalten - die Kohle wurde auch zum Zankapfel in Kriegen.

In den USA verfiel man Mitte des 19. Jahrhunderts bereits in einen Ölrausch, der dort die Industrialisierung ebenfalls gewaltig vorantrieb.

Erdöl löste erst Mitte des 20. Jahrhunderts in Europa die Kohle in ihrer Bedeutung ab - und Erdöl ist auch heute noch der für unsere technisierte Welt bedeutendste Rohstoff.

Das Spielzeugauto und die Barbie - Erdölprodukte

Das erste, woran man bei Erdöl denkt, sind Benzin und Kerosin, die für die unglaubliche Mobilität, wie sie seit Jahrzehnten selbstverständlich ist, sorgen. Doch ist das noch bei weitem nicht alles, wozu Erdöl verwendet wird - wenn es auch den Hauptanteil ausmacht.

In der chemischen Industrie nimmt Erdöl eine äußerst bedeutende Stellung ein, da aus ihm zahlreiche “Bausteine” für Kunststoffe gewonnen werden können. Dennoch macht dieser Gebrauch nur etwa 7% der geförderten Erdölmenge aus. Die weitaus größte Menge wird verbrannt - in Kraftwerken zur Stromgewinnung und in Motoren, vom Motorroller bis zum Flugzeug.

Energie aus der Pipeline

In Deutschland spielt Erdgas, nach Erdöl der zweitwichtigste Energielieferant, weiterhin eine große Rolle. Da die im Land geförderten Mengen den Bedarf bei weitem nicht decken, wird Erdgas aus Norwegen, Russland und den Niederlanden importiert und kommt über Pipelines an seine Bestimmungsorte - das Leitungsnetz nur in Deutschland umfasst unglaubliche 511.000km. Durch dieses Netz wird auch Erdgas in andere Länder der EU transportiert.

Die Erdgas-Versorgungslage in Deutschland bietet aufgrund vorausschauend gesetzter Maßnahmen große Sicherheit.

Gas wird vor allem in der Wärmeerzeugung eingesetzt. Als fossiler Energieträger ist Gas der umweltfreundlichste, da bei seiner Verbrennung weniger CO2  emittiert wird als bei Kohle und Erdöl.

Welche Vorteile bieten die fossilen Energieträger?

Da die erneuerbaren Energien noch nicht so weit ausgebaut sind, dass sie ausschließlich für die Energieversorgung aufkommen können, müssen wir weiterhin die fossilen Energien nützen - derzeit geschieht dies noch zu etwa 80%. Dazu kommen die erneuerbaren Energien mit etwa 14% und die Kernkraft mit 6% - sind 100%.

Schätzungen zufolge sollte von fossilen Energien noch für ein Jahrhundert oder maximal zwei ausreichend da sein - diese Aussichten sind allerdings nicht gerade ermutigend. Wird es bis dahin gelingen, die alternativen Energieträger so weit auszubauen, dass sie die komplette Last der Energiebereitstellung tragen können?

Da die fossilen Energien nun schon lange eingesetzt werden, ist der technische Standard zur ihrer Nutzung sehr hoch, was die Gewinnung so effizient wie möglich macht. Bei den erneuerbaren Energien fehlen hier teilweise noch die ausgereifte Technik und die erforderliche Erfahrung.

Im Bereich der Mobilität kann derzeit kein anderer Energieträger Benzin oder Kerosin ersetzen, auch wenn an Elektrofahrzeugen mittlerweile recht zielstrebig getüftelt wird. Nur - der Strom dafür muss ja auch von irgendwo her kommen - aus erneuerbaren Energien derzeit jedenfalls noch nicht ausschließlich, weshalb Elektroautos letztlich auch noch keine so ideale Energiebilanz haben können.

Und die Nachteile? Allseits bekannt - oder …?

Allseits bekannt ist vermutlich, dass fossile Energie einen Schadstoffausstoß verursacht, der die Umwelt verschmutzt, somit der Biosphäre schadet und eine Klimaänderung herbeiführt, deren voraussichtlich verheerende Folgen noch keineswegs abgeschätzt werden können. Bei Erdöl und Kohle wird dies durch den CO2-Austoß verursacht, beim Erdgas durch Methan. Außerdem darf man bei Gas nicht vergessen, dass es hochexplosiv ist und auch dadurch schlimme Schäden angerichtet werden können.

In Deutschland bemüht man sich, die fossilen Energien nach und nach und ohne Einbußen für die Verbraucher auf erneuerbare Energien umzustellen.

Wie auch immer -  Augen auf beim Auswählen des Stromanbieters! Interessantes dazu erfährt man auf den Bewertungsplattformen, zum Beispiel bei Erfahrungenscout: Hier wird nicht nur der Anbieter, wie etwa Yello oder SWK-Energie, kurz beschrieben, sondern man kann sich auch in die Bewertungen und Rezensionen von Kunden vertiefen - daraus Schlüsse fürs eigene Handeln ziehen und sich zum Beispiel überlegen, ob billige Energie auch immer die beste ist.

Fazit: Eine gute Weile werden wir großteils noch beim Altbekannten bleiben müssen und darauf hoffen, dass der Umgang mit der fossilen Energie von den Expertinnen und Experten so schonend wie möglich gehandhabt wird - und parallel dazu weiterhin eifrig an Alternativen geforscht wird.

Was jedoch nie falsch ist:Energie sparen!

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