Sicheres Gaming: So schützen Gamer ihren Account und ihr Endgerät

Sicheres Gaming: So schützen Gamer ihren Account und ihr Endgerät
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Ob Handheld, Next-Gen-Konsole oder ganz klassisch am PC: die Gaming-Szene ist so groß und vielfältig wie nie zuvor. Aufgrund der massiven Auswahl an kompatiblen Endgeräten setzen immer mehr Publisher und Spieleentwickler auf plattformübergreifendes Spielen und das Speichern von Spielfortschritten in Cloud-Diensten. So sollen Gamer überall Zugriff auf ihre Erfolge und Errungenschaften haben, ganz gleich, welche Hardware sie gerade nutzen möchten. Hinzu kommen Online-Games, die zu kulturellen Massenphänomenen geworden sind und wegen der zahlreichen System-Portierungen auf Crossplay angewiesen sind. Leider tun sich in der komplexen Welt der Videospiele so immer wieder auch neue Sicherheitslücken auf. Mit einigen Tricks und Maßnahmen können Spieler ihre Accounts und Endgeräte effektiv vor dem Zugriff durch Fremde schützen.

Spiele nur aus seriösen Quellen wählen

Das Game-Angebot ist riesig und wächst mit jedem Tag weiter. Große Publisher wie Valve oder EA haben mittlerweile eigene Vertriebsplattformen geschaffen, auf denen Spieler aus einem gewaltigen Katalog an Games wählen können. Das bekannteste Beispiel für diese Art von Plattformen ist vermutlich Steam. Nutzer finden hier tausende Spiele und können diese direkt herunterladen – von Klassikern bis zu den neuesten Hits. Manchen Gamern reichen Rabattaktionen jedoch nicht, weshalb Spiele teilweise aus ominösen Quellen bezogen werden. Neben dem Aspekt der Illegalität im Falle von Raubkopien ergibt sich dabei zusätzlich ein Problem durch eingeschleuste Schadsoftware, die nicht nur Daten klauen kann, sondern PCs, Smartphones oder Tablets komplett lahmlegen kann. Daher ist es zu empfehlen, digitale Kopien nur aus seriösen Quellen zu downloaden. Neben den bereits genannten Vertriebsplattformen gehören dazu auch die Websites der Entwickler oder die offiziellen Stores für mobile Betriebssysteme. Konsolenspieler müssen sich an dieser Stelle weniger Sorgen machen, da die Systeme in der Regel an offizielle digitale Shops gebunden sind.

Die Webcam als Sicherheitslücke

Webcams sind nicht nur praktisch für Videokonferenzen und Livestreams. Auch im Gaming kommen sie zunehmend zum Einsatz. Gekoppelt mit einem Live Chat verbinden sie Spieler auf der ganzen Welt miteinander und ermöglichen eine persönliche Kommunikation. Ein eher junger Trend, der sich großer Beliebtheit erfreut, kommt aus der Casino-Branche. Moderne Online Casinos bieten immer häufiger auch die Möglichkeit an, an Live-Casino-Events teilzunehmen. Hierbei kommt die Webcam zum Einsatz, mit der Spieler sich direkt an einen Spieltisch in einem niedergelassenen Casino schalten und dort mit Croupiers und anderen Spielern in Kontakt treten können. Zu den Vorreitern in diesem Bereich gehören die neuen Online Casinos der Schweiz, die ihr Repertoire häufig durch Live-Casino-Events interessanter gestalten.

Zum Problem wird die Webcam allerdings, wenn auch Fremde mitschauen – und das oft sogar, ohne, dass Nutzer etwas davon mitbekommen. Um das Hacken der eigenen Webcam zu verhindern, sollten Spieler einige Sicherheitstipps befolgen. Grundsätzlich ist die Installation eines aktuellen Antivirenprogramms wichtig. Ein großer Teil der üblichen Schadsoftware wird auf diese Weise bereits erkannt, noch bevor sie sich im System einnisten und Hackern Hintertüren öffnen kann. Für zusätzlichen Schutz sorgt die Sicherung der Webcam über ein Passwort. Zusätzlich sollte die Webcam jedoch bewusst deaktiviert werden, sobald sie nicht genutzt wird.

Sicheren Login wählen

Die Authentifizierung über ein Passwort ist zwar unumgänglich, reicht heutzutage aber oft nicht mehr aus. Selbst der regelmäßige Passwortwechsel ist keine Garantie dafür, dass der Zugriff auf Geräte und Daten nur befugten Personen möglich ist. Wichtig ist nämlich auch, dass Passwörter nicht mehrfach vergeben werden. Dabei gilt die Faustregel: Je länger das Passwort, desto besser. Zusätzlich sollten Nutzer von Kombinationen aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und Sonderzeichen Gebrauch machen. Außerdem ist dringend davon abzuraten, Passwörter in digitaler Form auf dem Gerät zu hinterlegen. Wer Probleme dabei hat, sich dutzende Passwörter zu merken, kann stattdessen einen ebenfalls passwortgeschützten Passwort-Manager verwenden. Eine Möglichkeit, den Login-Vorgang noch sicherer zu gestalten, bietet die Mehrfach- oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Zusätzlich zum Passwort ist dann beispielsweise ein per SMS oder E-Mail versendeter Pin einzugeben. Die immer häufiger genutzte Alternative hierzu ist die Verknüpfung von Gaming- und Social-Media-Accounts, sofern diese Option angeboten wird.

Sensible Daten nur an sichere Quellen preisgeben

Viele Spiele verlangen heutzutage die Anmeldung mit einem Account, um Fortschritte, Trophäen und Inhalte zu sichern. Der Vorteil dabei ist häufig, dass Spiele, die auf mehreren Plattformen verfügbar sind, unabhängig vom Endgerät über denselben Account gespielt werden können. Mit dem Registrieren eines Benutzerkontos ist aber immer auch die Preisgabe von persönlichen Daten verbunden. Deshalb sollten Gamer genau überprüfen, ob der Anbieter seriös ist. Vorsicht ist immer geboten, sobald auf einer Website kein Impressum vorhanden ist.

Sicherheitsupdates nutzen

Hersteller von Hard- und Software sind stets darauf bedacht, bestehende Sicherheitslücken zu schließen. Beispielsweise sind veraltete Versionen des Betriebssystems häufige Angriffsziele von Cyberattacken. Gamer müssen deshalb regelmäßig prüfen, ob Updates für Betriebssysteme, Hardware-Komponenten, Spielanwendungen oder Sicherheitssoftware verfügbar sind. Noch besser ist die Aktivierung von automatischen Updates, um immer auf dem Laufenden zu bleiben.

Separates Benutzerkonto anlegen

Moderne Betriebssysteme ermöglichen das Einloggen per Nutzerkonto, welches sich mit eigenen Berechtigungen ausstatten lässt. Empfohlen wird deshalb das Anlegen eines separaten Kontos nur fürs Spielen. Nach Möglichkeit kann dabei auf Admin-Rechte verzichtet werden, sodass Eindringlinge keinen Zugriff auf die Daten anderer Accounts oder Verknüpfungen zum Online-Banking haben. Das Einschleusen von Spionage-Software wird so ebenfalls erschwert.

Spielstände sicher übertragen und absichern

Dank der flächendeckenden Nutzung von Cloud-Diensten ist das Sichern und Übertragen von Spielständen eigentlich kaum noch ein Thema. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann diese jedoch zusätzlich auf externen Speichermedien wie SSD-Festplatten oder USB-Sticks sichern. Im Fall von Smartphones und Tablets eignet sich eine SD-Karte. Aber Achtung: Bei Konsolen ist die Nutzung der Cloud-Speicherung teilweise kostenpflichtig.

Fazit

Gamer können selbst eine Menge für die Sicherheit von Accounts, persönlichen Daten und Endgeräten tun. Zwar gibt es keinen undurchdringlichen Schutzschirm gegen Hacker und Schadsoftware, doch mit dem Befolgen der genannten Tipps macht man es Cyber-Kriminellen zumindest sehr schwer. Am wichtigsten ist das regelmäßige Updaten von System- und Spielanwendungen. Mit wenigen Kniffen lässt sich auch die Passwortsicherheit massiv erhöhen.

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