Steuern für Unternehmen: Was Sie über Ihre steuerlichen Pflichten wissen müssen

Steuern für Unternehmen: Was Sie über Ihre steuerlichen Pflichten wissen müssen
Allgemein

Ein eigenes Unternehmen hat zweifelsohne viele Vorteile. Sie können alle wichtigen Entscheidungen selbst treffen und die Vorteile der Selbstständigkeit genießen. Die Gründung eines Unternehmens hat zwar ihre Vorteile, kommt aber auch mit ein paar Nachteilen. Zum Beispiel müssen Sie sich damit auseinandersetzen, welche Steuern ein Unternehmen zahlen muss. Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Einkommensteuer und Kapitalertragsteuer sind Themen, mit denen Sie sich beschäftigen müssen. Vor allem die

Unternehmensbesteuerung in Deutschland kann recht komplex sein. Was Sie über Steuern für Unternehmen erfahren können und wie Sie diese zahlen können, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Verschiedene Steuerarten für Unternehmen

Wenn Sie ein Unternehmen gründen, müssen Sie sich mit den wichtigsten Steuerkategorien vertraut machen, um die Sie sich als Angestellter nicht kümmern müssen. Andere Steuern hingegen, die Sie bereits kennen, so wie die Kirchensteuer, muss ein Unternehmen nicht zahlen.

● Geld oder andere Mittel, die in einem bestimmten Zeitraum erworben wurden, werden gemäß dem Ertragsteuersatz besteuert. Als Besteuerungsgrundlage wird der Gesamtwert aller in einem bestimmten Zeitraum angesammelten Gelder oder Güter herangezogen. Die Steuersätze, die sich nach dem Einkommensteuertarif und den verschiedenen Einkommensarten richten, bestimmen die Höhe des zu zahlenden Betrages. Die wichtigsten deutschen Ertragsteuern sind die Einkommensteuer, die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer. Hinzu kommt ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Einkommensteuer und die Körperschaftsteuer. Dieser Solidaritätszuschlag wurde zur Finanzierung des Wiedervereinigungsprozesses Deutschlands nach der Wiedervereinigung geschaffen.

● Verbrauchsteuern sind indirekte Steuern, die auf bestimmte Produkte, in der Regel Luxusgüter, erhoben werden. Eine Energiesteuer, eine Tabaksteuer oder eine Kaffeesteuer sind Beispiele für Verbrauchsteuern. Eine Verbrauchssteuer, wie zum Beispiel eine Stromsteuer, kann auch umsatzsteuerpflichtig sein. Da Verbrauchsgüter wie Strom gelegentlich doppelt besteuert werden, wird die Steuerlast in der Regel auf den Verbraucher abgewälzt, indem der gezahlte Steuerbetrag auf den Verkaufspreis angerechnet wird.

● Substanzsteuer ist die Besteuerung der Substanz. Beispiele für Substanzsteuern, die besteuert werden, sind Vermögens-, Grund- und Kraftfahrzeugsteuern. Diese werden zu dem Zeitpunkt besteuert, in dem es einem Unternehmen oder auch einer Privatperson gehört.

Die 3 wichtigsten Ertragsteuern

Es gibt mehrere Ertragsteuern. Im Folgenden sind die drei Wichtigsten aufgelistet.

Einkommensteuer

Eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GbR, OHG, KG) muss, anders als eine Personengesellschaft, keine Einkommensteuer zahlen. Sie als Eigentümer oder Gesellschafter müssen die Einkünfte, die Sie aus dem Unternehmen beziehen, in Ihrer persönlichen Steuererklärung angeben und darauf Einkommensteuer zahlen. Die Steuer ist also weniger für

Ihr Unternehmen, sondern für Sie als Privatperson von Bedeutung. Sie können die Zahlung der Einkommensteuer nur vermeiden, wenn Sie den so genannten Mindestfreibetrag erfüllen. Dieser wird durch Ihren Familienstand bestimmt.

Körperschaftsteuer

Alle Kapitalgesellschaften (AG, GmbH und KG) müssen Körperschaftsteuer zahlen, die 15 % der Betriebseinnahmen beträgt. Der Gewinn, d. h. der Überschuss des Betriebsergebnisses, wird einheitlich mit diesem Prozentsatz besteuert.

Gewerbesteuer

Neben dem Finanzamt verlangt auch die jeweilige Stadt Steuern: Alle ansässigen Unternehmen müssen Gewerbesteuer zahlen. Die Höhe der Steuer ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich; sie beruht auf einem komplexen Berechnungsverfahren.

Umsatzsteuer und Vorsteuer

Wenn ein Produkt oder eine Dienstleistung in Deutschland gekauft wird, muss der Endverbraucher die Umsatzsteuer zahlen, vom Blickwinkel des Unternehmens ist es die Vorsteuer. Der Kunde zahlt sie jedoch nicht direkt, sondern als Teil des Preises für jeden Kauf. Der Verkäufer muss die Steuer dann an das Finanzamt abführen. Alle Unternehmen in Deutschland sind umsatzsteuerpflichtig und somit aber auch vorsteuerabzugsberechtigt. Das bedeutet, dass sie die Vorsteuer abziehen können, die auf den Verbrauch erhoben wird. Die Umsatzsteuer wird auf die meisten Verbrauchsgüter erhoben, mit wenigen Ausnahmen, wie z. B. einige Lebensmittel und Bücher, für die ein ermäßigter Steuersatz von 7 % gilt. Kleine Unternehmen sind nicht zur Erhebung der Umsatzsteuer verpflichtet.

Steuern und Abgaben, die Sie als Einzelunternehmer kennen sollten

Kleingewerbetreibende unterscheiden sich grundsätzlich von vollkaufmännischen Einzelunternehmen. Ein Freiberufler muss zusätzlich zu den steuerlichen Anforderungen für einen Gewerbetreibenden verschiedene Steuern und Abgaben entrichten. Wenn man ein vollkaufmännisches Einzelunternehmen gründet und führt, muss man vor allem folgende Steuern beachten: Die Einkommensteuer, die Umsatzsteuer und die Sozialversicherung. Einzelunternehmer, die ein Kleingewerbe betreiben, müssen in der Regel keine Sozialversicherung bezahlen.

Steuerbelastung

Nachdem Sie Ihr Unternehmen angemeldet haben, wird das Finanzamt automatisch auf Sie zukommen. Sie werden gebeten, in einem Fragebogen alle relevanten steuerlichen Angaben zu machen. Sobald Sie den Fragebogen zur Gewerbesteuer zurückgeschickt haben, erhalten Sie vom Finanzamt Ihre Steueridentifikationsnummer. Wahrscheinlich haben Sie sich schon einmal gefragt, wie hoch der tatsächliche Betrag ist, den Ihr Unternehmen an Steuern zahlen muss.

Der Satz von 36 % ist ein kleiner Indikator dafür, wie viel Steuern die Unternehmen im Durchschnitt zahlen. Die tatsächliche Steuerlast wird, dem Unternehmen entsprechend, auf individuelle Weise berechnet. Die Unternehmensstruktur, der Standort und andere Variablen werden zur Bestimmung der Steuerschuld herangezogen. Die Unternehmen müssen also zusätzlich zum normalen Prozentsatz Gewerbe- oder Umsatzsteuern zahlen. Daher können die tatsächlichen Steuersätze erheblich variieren. Wenn Ihr Unternehmen eine Kapitalgesellschaft – also eine GmbH oder eine AG ist – muss neben der Gewerbe- oder Umsatzsteuer auch Körperschaftsteuer gezahlt werden. Wenn Sie Ihr Unternehmen als Personengesellschaft oder Einzelunternehmen betreiben, müssen Sie Einkommensteuer zahlen.

Die Lohnsteuer

Wenn Sie Arbeitnehmer beschäftigen, müssen Sie Lohnsteuer zahlen. Da es sich nicht um eine Unternehmenssteuer handelt, müssen nicht Sie, sondern Ihre Mitarbeiter sie zahlen. Sie als Unternehmer müssen die Lohnsteuer von den Gehältern Ihrer Mitarbeiter abziehen und an das Finanzamt abführen. Wenn Ihr Unternehmen auf einem eigenen Grundstück ansässig ist, müssen Sie möglicherweise auch Grundsteuer zahlen.

Auslandssteuern

Sie wissen zwar über die deutsche Besteuerung Bescheid, aber was ist, wenn Ihr Unternehmen in einem anderen Land ansässig ist? Wenn Ihr Unternehmen zum Beispiel in den Niederlanden ansässig ist, Sie aber in Deutschland leben, werden Sie Ihren Lohn, der auch Unternehmenseinkünfte enthält, nach Deutschland überweisen. Dieses Einkommen wird natürlich in Deutschland besteuert, aber die Niederlande erhebt auch Steuern auf Ihr Unternehmen und das im Ausland verdiente Geld.

Einige Länder haben deshalb Abkommen unterzeichnet, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden. Deutschland könnte sich zum Beispiel bereit erklären, nur den Betrag zu besteuern, der übrig bleibt, nachdem die Niederlande Sie besteuert hat. Ihr Einkommen unterliegt zwar immer noch der Besteuerung im In- und Ausland, aber in der Regel wird es nicht zu einer übermäßigen Besteuerung kommen. Es gibt verschiedene Formen der Doppelbesteuerung und auch verschiedene Möglichkeiten, die Doppelbesteuerungslast für den Steuerzahler gerecht aufzuteilen. Trotzdem zahlen doppelt besteuerte Personen oft mehr als einfach besteuerte.

Fazit

Als Unternehmer muss man auf mehrere Steuerpflichten achten, mit denen man sich als Angestellter nicht herumschlagen muss. Allerdings kann man sich auch professionelle Hilfe von einem Buchhalter und einem Steuerberater einholen, die sich um diese Angelegenheiten für einen kümmern, damit man sich als Unternehmer voll und ganz auf seine eigentlichen Aufgaben konzentrieren können.

Mehr Allgemein