Der DOSB in Zahlen: Ein genauer Blick auf Deutschlands größten Sportverband

Der DOSB in Zahlen: Ein genauer Blick auf Deutschlands größten Sportverband
Allgemein

“Die Stimme des Sports für und in Deutschland”. Unter diesem Motto präsentiert sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) auf seiner eigenen Webseite. Diese Stimme hat sich in den letzten Jahren massiv verändert – vom Dachverband für 100 Mitgliedsorganisationen und 90.000 Vereinen sowie deren AthletInnen und SportlerInnen zum wegweisenden Visionär für den Sport der Zukunft.

Wer in Deutschland Sport treibt, kommt um den DOSB nicht herum. Als Dachverband für 90.000 Sportvereine mit 27 Millionen Mitgliedschaften zeichnet sich der Deutsche Olympische Sportbund für die Förderung von AthletInnen und die Unterstützung aller SportlerInnen in Deutschland verantwortlich. Zu den Aufgaben des DOSB gehört unter anderem die Entsendung und Betreuung von AthletInnen zu den Olympischen Spielen. Und auch, wer das Deutsche Sportabzeichen ablegen möchte, hat dazu Kontakt mit dem DOSB. Dass der Sportbund in der Lage ist, die vielfältigen Aufgaben zu übernehmen, ist auch der Verdienst jahrelanger ehrenamtlicher Arbeit.

Die Geschichte des DOSB: Fusion als Neustart

Der DOSB entstand 2006 aus einer Fusion des Deutschen Sportbundes (DSB) und des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland (NOK). Mit 27 Millionen Mitgliedern gehört der DOSB zu den größten Sportverbänden der Welt. Ob Breiten- oder Leistungssport, der nationale Dachverband nutzt seine Position, um den deutschen Sport weiterzuentwickeln und bestmögliche Rahmenbedingungen für alle Sporttreibenden zu schaffen. Zahlreiche Förderprogramme, Aus- und Weiterbildung von TrainerInnen und AthletInnen sowie vielfältigste Initiativen in unterschiedlichen Themenfeldern gehören schon längst zum Portfolio des DOSB.

Dass das aufgrund sehr vielschichtiger Interessenlagen und schwieriger Rahmenbedingungen nicht immer leicht zu realisieren ist, musste auch der DOSB feststellen. Über die Jahre wurden viele Bereiche der Organisation neu aufgestellt, neue Konzepte eingeführt und überarbeitet, alte Strukturen hinterfragt und viele Initiativen ins Leben gerufen, die den Sport und die SportlerInnen nachhaltig unterstützen sollten.

Die Ära Alfons Hörmann: Fortschritt statt Stillstand

Auch Alfons Hörmann, von 2013 bis 2021 ehrenamtlicher Präsident des DOSB, hat in seiner Zeit einige wichtige Weichenstellungen umsetzen können – und auch selbst aktiv vorangetrieben: “Gemeinsam klare Ziele stecken und deren Erreichen konsequent verfolgen” – so beschreibt Hörmann seine Herangehensweise.Transparente Kommunikation und gegenseitige Unterstützung sind ihm dabei jedoch ebenso wichtig, wie die Förderung der Talente von Mitarbeitern. So könne man auch ganz unterschiedliche talentierte Teammitglieder “in ihrer persönlichen Entwicklung nennenswert weiter- und voranbringen”. Dies sei “mit das Schönste, was einem in der Führung gelingen kann”, führt Hörmann fort. Solche Worte zeigen deutlich, dass für ihn die ständige Weiterentwicklung des DOSB und der MitarbeiterInnen eine Herzensangelegenheit war und ist. Und ohne Frage ist der Name Alfons Hörmann ein Synonym für die positive Weiterentwicklung des DOSB in den vergangenen 8 Jahren geworden.

Sein Vorgänger, Thomas Bach, war gerade zum neuen Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) ernannt worden, als Hörmann sein Amt 2013 antrat. Den von Bach eingeschlagenen Weg der einheitlichen Sportorganisation fortzusetzen und diese gezielt weiterzuentwickeln, war nun die Hauptaufgabe von Hörmann. Dass dieser Weg kraft- und zeitraubend und somit auch mit Kompromissen und Einschränkungen verbunden war, wurde ihm recht schnell klar: “Ein gewisses Opfer ist es, wenn man es jetzt mal bezogen auf die letzten acht Jahre DOSB nimmt, dass ein Privatleben im eigentlichen Sinne so gut wie nicht mehr stattgefunden hat“ so Hörmann, der vor seinem Engagement beim DOSB bereits viele Jahre als Sportförderer in seiner Heimat, dem Allgäu aber auch in ganz Bayern, aktiv war. Für den Privatmenschen Alfons Hörmann war in dieser Zeit wenig Platz, der Unternehmer und Sportbegeisterte Alfons Hörmann allerdings war umso aktiver. “Erfolgreiche Menschen gehen in ihrer Arbeit auf, nicht unter.” Und tatsächlich positionierte sich Hörmann während seiner Amtszeit nicht nur als Visionär, sondern auch als praxisorientierter Macher.

Vor allem das Projekt “Anstoß 2016” gilt als Grundstein für die grundsolide Aufstellung, in der sich der DOSB heute zeigt. Auch das Erschließen von neuen Finanzierungsquellen, wie unter anderem durch das Projekt “Siegerchance”, das in Kooperation mit dem Deutschen Lottoblock ins Leben gerufen wurde, ebnete den Weg für eine umfangreiche Unterstützung des Breiten- und Profisports in Deutschland. So konnte Hörmann 2021 den DOSB guten Gewissens an seinen Nachfolger und jetzigen DOSB-Präsident Thomas Weikert übergeben – vor allem deshalb, weil die wirtschaftliche Situation des Deutschen Olympischen Sportbundes deutlich besser war, als bei seinem damaligen Amtsantritt 2013. “Die wirtschaftliche Situation des DOSB und seiner Tochterfirma Deutsche Sportmarketing GmbH war noch nie so gut wie heute”, so Hörmann. Dies lasse sich auch mit “Zahlen, Daten und Fakten eindeutig belegen”, führt er fort, und verweist auf eine “Performance, die sich auch im nationalen und internationalen Vergleich sehen lassen kann”. Tatsächlich konnte der DOSB von 2013 bis 2020 einen deutlichen Anstieg des Etats, von 28 Millionen Euro auf 43,8 Millionen Euro, verzeichnen. Zahlen wie diese belegen die gute und erfolgsorientierte Arbeit der DOSB-Führungsteams.

Doch der an vielen Stellen sehr beschwerliche Weg sollte sich lohnen – nicht nur aus finanzieller Sicht. Heute gilt der DOSB auch in vielen weiteren Bereichen als leuchtendes Beispiel: Mit einer Gleichstellungsquote von über 50 Prozent stellt der Sportbund mehr Frauen in Führungspositionen als viele andere Verbände. Auch die Integration spielt im Dachverband eine wichtige Rolle: Das bereits 1989 ins Leben gerufene Projekt “Integration durch Sport” wurde gerade im vergangenen Jahrzehnt nochmals entscheidend intensiviert und optimiert, um den Sport zu einer gemeinsamen Willkommens-Plattform zu machen. Auch für die nächsten Jahre ist der DOSB somit in der Lage wertvolle Projekte und Initiativen zu initiieren.

Hilfe für Sportvereine während der Coronapandemie

Natürlich gibt es aber immer unvorhersehbare Momente und Herausforderungen, die auch jede noch so gute Planung verändern können. Die Coronapandemie hatte und hat einen beispiellosen Einfluss auf den Sport: Leere Stadien, abgesagte Sportevents und ein kompletter Stillstand im Amateurbereich waren nur einige der Folgen, die Covid-19 mit sich brachte. Auch Alfons Hörmann war klar, dass diese Krise eine echte Herausforderung für den gesamten Deutschen Olympischen Sportbund und seine Mitgliedsorgansiationen sein wird. Für den Unternehmer in ihm war ein schnelles, aktives Handeln selbstverständlich. “Man kann ja auch gelungenes Krisenmanagement als Erfolg werten”, so Hörmann – und tatsächlich stellte die Pandemie alle Sportvereine und Sportorganisationen in Deutschland und der ganzen Welt vor ungeahnte Schwierigkeiten.

Doch auch hier hat der DOSB seinen Einfluss gekonnt geltend gemacht. Als Teil des Pandemie-Krisenmanagements hat der DOSB zur Unterstützung der Vereine, die direkt oder indirekt durch die Corona-Maßnahmen betroffen waren, aufgerufen. So konnten unter anderem beim Bund über 300 Millionen Euro für die Vereine eingeworben werden, die durch Lockdowns und andere Maßnahmen finanziell bedroht waren. Diese Corona-Zuschüsse waren ein entscheidender Grund dafür, dass viele angeschlagene Profi-Vereine und deren Ligen weiterhin existieren können.

Die Zukunft des DOSB

Seit seiner Gründung, vor allem aber im Zeitraum von 2013 bis 2021 hat der DOSB viel unternommen, um den Sport in Deutschland voranzutreiben. Themen wie Nachhaltigkeit, Vielfalt und Inklusion waren dabei nur einige Punkte, die sich der DOSB und Hörmann auf die Fahne geschrieben haben. Vor allem das Projekt “Anstoß 2016”, das die langfristige Entwicklung des Deutschen Olympische Sportbundes skizzieren sollte, spielt eine zentrale Rolle in der aktuellen Ausrichtung des DOSB. So diente das Projekt als Grundlage für das dann folgende DOSB-Leitbild und die Ausgestaltung der langfristigen Strategie DOSB:2028. Für dieses Projekt und die daraus resultierenden Maßnahmen trägt Alfons Hörmann in wesentlichen Teilen die Verantwortung.

Ohne Frage darf man gespannt sein, was die Zukunft für den DOSB bringen wird. Die vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass man in Frankfurt mit einer professionellen Struktur arbeitet, um die mit den Mitgliedsorganisationen gesteckten Ziele erreichen zu können. Zu verdanken ist dies vor allem Vorreitern wie Thomas Bach und Alfons Hörmann, die viel Zeit und ehrenamtliches Engagement in den Sport investiert haben.

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